Wie verdienst du bei Youtube mit Koch-Tutorials Geld, Julian Lange? (Vom Youtube-Kanal "Let's cook mit Julian")


Kochvideos als Business

Julian Lange von Let´s cook with Julian

Julian Lange zeigt auf seinem YouTube-Kanal über 211.000 Abonnenten super leckere (und vor allem schnelle) Kochrezepte. 👨‍🍳

Von seiner ursprünglichen Vergangenheit als Poker-Profi wurde er zum Koch-Influencer und hat mittlerweile sogar seinen eigenen Onlineshop und ein Kochbuch geschrieben. Das alles macht er hauptberuflich und verdient damit sein Geld. 💸

Wie Julian seinen YouTube-Kanal aufgebaut hat und was er zum Thema Social Media sagt, hörst du in der neuen Podcast-Folge! 🎧

Mehr zu Julian findest du hier:

Weitere Links zur Folge:

Hör dir das Interview mit Julian jetzt in Folge #0221 des Creatorway-Podcasts an:

  • Uneditiertes Transkript zur Folge:

    Victoria Weber (00:02.642)

    Alright, Julian, du bewegst dich ja in der coolen Bubble der Foodfluencer, wie ich das jetzt mal so nennen würde. Das heißt, du redest über Essen und Kochen und wenn ich deinen YouTube-Kanal, den ich hier offen habe, angucke, dann kriege ich einfach vollfett Hunger. Und es ist, glaube ich, so einer der Jobs, denen ganz viele Leute denken, so, boah, so was müsste man eigentlich machen. Und deswegen hatte ich die Frage, wie bist du zu einer dieser erstrebenswerten Menschen, also erstrebenswerten Berufen gekommen, denen viele Menschen, wo viele Menschen denken so, Alter, der macht

    Kochvideos und der verdient damit Geld. Krass!

    Julian (00:33.486)

    Ja, im Endeffekt habe ich selbst nach Videos gesucht und habe nichts Gutes gefunden, also vor acht Jahren und dachte, das ist genau eigentlich ein toller Traumjob und Kochen ist auch irgendwie mein Hobby. Ich habe das nie gelernt, aber trotzdem interessiert es mich total und die Nachfrage danach wird ja auch immer da sein. Videocontent gerade vor acht Jahren, YouTube ging durch die Decke. Ich habe selbst total viel Videocontent die ganze Zeit geguckt, wenn ich was lernen wollte und dann für das eine und zum anderen auf einmal habe ich mich von der Kamera gestellt und was gekocht.

    Victoria Weber (00:59.276)

    Ja, das klingt so nach so total straighten Weg. Hattest du auch sofort wirklich dieses mit, also du ja gesagt, du hast selber für YouTube geguckt und so weiter. Den meisten Leuten ist ja, also bei den meisten Leuten ist ja ein Riesenloch zwischen, ich sehe was und denke, das ist ein cooler YouTuber und ich stell mich selber vor der Kamera und mein Gott, war es bei dir auch so ein bisschen ein Problem oder hast du einfach gedacht, tüdelü, ich mach das?

    Julian (01:21.038)

    Ich hatte ziemlich krasse Anfangsflierigkeiten, das kann man nicht anders sagen. Ich habe das erste Video auch viermal gedreht, immer wieder selbst editiert, alle Komplexe auf einmal getriggert, wenn ich mich vor der Kamera gesehen habe, gelöscht, muss nochmal neu, geht gar nicht und so was. Deswegen hatte ich schon auch so eine Barriere, über die ich rüber musste. Aber ich war eigentlich überzeugt von dieser Vision, dass ich gesagt habe...

    Ich möchte auch den Content machen, den ich selber gucken wollen würde. Es gab zu der Zeit mega viele Tasty-Videos, wo du nur die Hände im Zeitraffer gesehen hast. Ich fand's immer unpersönlich. Ich hätte lieber meinen Nachbarn gehabt, der mir im Video erklärt, also gefühlt meinen Nachbarn, nicht den wirklichen Nachbarn, der mir gefühlt einfach als Nachbar erklärt, wie ich was Leckeres in 20 Minuten koche. Weil ich selber so bisschen die Zielgruppe davon war, ich gedacht, okay, dann muss ich ja auch vor die Kamera, den Content so zu machen, wie ich ihn selber gucken wollen würde.

    Und dann führte eigentlich kein Weg daran vorbei, vor die Kamera zu gehen, was total entgegen meiner Natur eigentlich ist, weil ich wollte in diesem Mittelpunkt stehen und mag es auch jetzt nach wie vor tatsächlich nicht. Das heißt, ich macht es nur als notwendiges Übel, dann am Endeffekt Content auch zu haben, den ich irgendwie selber ganz cool finde.

    Victoria Weber (02:32.068)

    Das ist ja mega spannend. Warum hast du dann, also jetzt muss ich natürlich hier mal kurz einhaken, weil das ist ja krass spannend, dass du direkt gesagt hast, du gehst da quasi drüber hinweg. Du hättest doch auch zu den Zeiten, weil ja auch so diese Blog-Szene riesengroß noch gefühlt, also auch das ganze SEO-Game war ja noch riesengroß. Warum hast du dann nicht einfach einen mehr versteckfähigen Content gemacht, so was wie SEO-Rezepte oder so?

    Julian (02:54.094)

    Ich es nicht gefühlt. Wie gesagt, ich habe ja selbst nie Blogs gelesen. Ich finde es nach wie vor, eine kleine Offensive an alle Foodbloggers, ich finde es total absurd, dass auf jedem Foodblog immer so ein riesiger Text steht. Im Sinne von, letzten Freitag war ich auf dem Markt und das Wetter war toll, die Herbstblätter. Interessiert mich ja nicht, ich ja als Rezept kochen. Ich mag alle Leute, die direkt so einen Button haben, direkt zum Rezept, dann klicke ich mal drauf und dann skippt es alles und bin direkt beim Rezept. Ich bin einfach selbst weder jemand, …

    Victoria Weber (03:10.614)

    harter Dis hier.

    Julian (03:21.56)

    Content liest größtenteils noch jemand, der gerne Content schreibt als Textform. Und dadurch war dieser Gedanke tatsächlich niemals da, sondern ich habe eigentlich gesehen, wie vor acht Jahren, vor neun Jahren YouTube total durch die Decke geht und das irgendwie

    beginnt, dass die Industrie so richtig ins Rollen kommt. Damals eben auch am Anfang schon gemerkt, wie auch so Werbebudgets und sowas sich verschieben aus den klassischen Medien, aus den Printmedien, aus TV-Werbung, so in Richtung Influencer-Marketing, was damals, weiß ich gar nicht, ob es überhaupt schon den Namen hatte, aber ich habe gemerkt, geht da, entsteht gerade voll die Industrie, das ist voll spannendes Medium. Ich finde auch Video, mit Video kannst du Dinge viel besser

    demjenigen beibringen, weil du eben auch siehst, was für eine Konsistenz hat jetzt die Soße oder wie lange köchel ich das oder wie braun brate ich es an. Also das überträgt sich ja alles extrem gut über Video. Deswegen hat sich die Frage für mich tatsächlich gar nicht gestellt, sondern ich wollte in Richtung YouTube. Ich wollte YouTuber werden, wie heutzutage hat 95 Prozent der Grundschuldkinder, nur dass ich halt älter war.

    Victoria Weber (04:19.464)

    Genau, wie alle Teenager. Aber das ist auch voll spannend. Wie alt warst du, wenn man das so fragen darf? Und was hast du auch vorher gemacht? Das heißt, es hat ja nicht jeder... Also du hast ja wie gesagt, okay, da gehe ich jetzt einfach voll drauf, ich will das machen. Wo standest du denn gerade? An welcher Stelle hattest du schon einen Job? Oder warst du im Studium? Oder was hast du gerade so gemacht, als du das beschlossen hast?

    Julian (04:38.266)

    Das ist die perfekte Frage, denn ich hatte in meinem Leben noch nie einen Job. Jetzt kommen die spannenden Themen. war 27, nee ich war 28 und zu der Zeit zehn Jahre lang professioneller Pokerspieler. Ich bin um die Welt gereist, habe Poker gespielt und so meinen Lebensunterhalt verdient.

    Victoria Weber (04:43.266)

    Oha!

    Victoria Weber (04:52.129)

    Cool, ich hab mich schon gefragt, wann ich den ersten Pokerspieler in diesem Podcast haben werde.

    Julian (04:54.51)

    Tadaa, da hat sie!

    Dementsprechend habe ich schon immer andere Dinge gemacht und hatte einen ganz absurden Lebenslauf eigentlich. Das heißt, war bei mir relativ früh auch klar, ich glaube schon so mit 15, 16, dass ich jetzt nicht so einen klassischen akademischen Weg gehe und studiere und dann einen Nine-to-Five-Job habe. Ich wollte immer schon irgendwie meinen eigenen Boss sein oder auf jeden Fall irgendwas machen, was mir enorm viel Spaß macht und wo ich gleichzeitig auch sehe, die Industrie dahinter ist super spannend. Die Menschen, die ich da treffe, sind super spannend. das war, als ich 17, 18 war,

    ist es aus dem Hobby heraus entstanden mit dem Poker, weil ich nachher auch wusste ja nicht, weil das so gut laufen kann, habe ich dann auf dem Weg so rausgefunden. Aber es war einfach etwas so, was mein Interesse enorm geweckt hat. Da hatte ich Spaß dran und dadurch, dass ich so viel Spaß hatte, wurde ich gut da drin und auf einmal hat es Geld gebracht. Und eigentlich war es fast dasselbe bei YouTube, dass ich geschaut habe, okay, was ist denn ein Bereich, der mich enorm interessiert, wo ich besser werden möchte. Weil ich glaube, wenn man sehr gut in einer Sache ist und Spaß daran hat,

    dann gibt es nahezu immer einen Weg, auch Geld zu verdienen. dann entsprechend. Poker war dann irgendwann vorbei, weil nach zehn Jahren und auch so paar Dinge, die sich industriell verändert haben, war es einfach an der Zeit, mal das Leben ein bisschen zu ändern und nicht mehr bis vier Uhr nachts irgendwo rumzahlen und vielleicht umzuspielen.

    Victoria Weber (06:08.157)

    Er wurde erwachsen, er wurde erwachsen und das Leben zähmte ihm.

    Julian (06:11.272)

    Genau. Und ich wollte auch irgendwas mit ein bisschen mehr Mehrwert schaffen als jetzt Pokern. Dementsprechend habe ich das sehr interessiert beobachtet, was in dieser ganzen Social Media Welt da gerade passierte. Und das war ja eigentlich auch vor Instagram und so was noch. Und YouTube ging da gerade in eine Richtung, wo ich gemerkt habe, boah, krass, ich selbst gucke die ganze Zeit Videos eigentlich. Ich bin total der audiovisueller Lerner und war sehr naheliegend dann genau das zu machen.

    Victoria Weber (06:36.968)

    Mega, mega spannend. bin Beispiel genau das Gegenteil, weil du immer gesagt hast, boah, ich lese mir doch nicht so Blogartikel und so Zeug durch. Ich bin genauso ein Mensch, ich lese mir das alles durch. Wenn ich ein YouTube-Video als Text kriege, dann möchte ich bitte den Text statt das Video haben. Das ist super, super spannend. Das heißt, die Leute sind einfach so unterschiedlich und das ist natürlich auch immer so, dass man dann aus der Richtung zuerst die Sachen sieht. es super spannend. Also, bei mir hat es Jahre gebraucht, bis ich mich dann mal irgendwann auf YouTube bewegt habe. Aber krass, voll die gute Story. heißt hier, erst mal, ich habe das mit dem Poker-Player eben so gesagt, weil...

    Julian (06:53.262)

    Hm.

    Julian (06:57.902)

    Das

    Victoria Weber (07:05.646)

    Ich höre ganz viele amerikanische Podcasts und da gibt es immer so diese Aussage so, überdurchschnittlich viele Leute, die unternehmerisch unterwegs sind, waren mal Pokerspieler. Da sind ganz, ganz viele und ich dachte so, hm, irgendwie jetzt in meiner Bubble, ich interviere jetzt hier schon echt einige Leute, da habe ich jetzt noch keinen gehabt und jetzt...

    Julian (07:21.71)

    Vielleicht hast du auch nie so nachgefragt, weil es gibt auf jeden Fall viele Leute, es jetzt nicht unbedingt so medienwirksam erzählen. Ich treffe tatsächlich schon, ich habe schon drei oder vier Leute, glaube ich, getroffen jetzt in sehr zeit des Influencer-Daseins, sage ich mal, die dann überraschenderweise auch eine Poker-Vergangenheit haben. Und das waren völlig unterschiedliche Leute.

    Victoria Weber (07:38.641)

    Eine Poker-Vergangenheit, klingt voll wie so ein... Wie so was ganz Schlimmes und Verruchtes. Ich habe eine Poker-Vergangenheit.

    Julian (07:42.894)

    Nein, das ist es ja auch nicht. Aber tatsächlich sind viele Leute, auch, ich sag mal, ungewöhnlichen Weg gegangen sind, aus dem Poker dann natürlich auch irgendwo anders hin. Weil die Industrie einfach nicht mehr so profitabel war und es viele Gründe auch dagegen gab, da noch weiter zu machen.

    sind natürlich viele Leute in andere kreative Bereiche gegangen und manche sind halt eher in Richtung Krypto gegangen, andere sind total in den kreativen Bereich gegangen. Es gibt auch noch ein, zwei weitere Food-Leute, die auch eine Poker-Vergangenheit haben, was ich dann auch erst rausgefunden habe, so als ich mal bei denen zu Hause saß und wir irgendwie, ich weiß noch genau, ein anderes lustiges Beispiel. Ich war mal in einem Fermentationsunternehmen und war da so zwischen den ganzen Kesseln und so was und dann ging es, ging eigentlich eine Kooperation auf meinem YouTube-Kanal und dann habe ich irgendwie

    habe ich ihn nach seiner E-Mail gefragt und an der E-Mail habe ich erkannt, dass das ein Nickname aus dem Poker von früher war. habe so, hast du mal gepokert? Dann hat er ja, das ist nur mein Nickname. Ich bin der und der. Wir haben irgendwie 800 Hände gegeneinander gespielt online, wussten nicht voneinander und es war aber so ein uniker Name, dass ich sofort dachte, ey das, hä? Da denkt man halt auch so, krass, Welt so und...

    Victoria Weber (08:41.721)

    Wie witzig.

    Victoria Weber (08:47.16)

    Wie witzig, auch ... Ja, die Welt ist wirklich klein. Vor allem, stell mir grad so, du hast das grad schön bildlich gesagt, du stehst in einem Fermentierungsunternehmen an den Kesseln. Das ist so richtig so, was für ein random Ort, an dem man dann so über so was redet.

    Julian (08:57.006)

    Ja, total. Und das natürlich auch noch zwei, drei Mal an anderen Stellen. Ist mega lustig, wenn das mal vorkommt. Gerade weil man dann natürlich auch so bisschen weiß, wie der andere tickt und dann mal zu gucken, auch im Nachhinein, ob man da im Plus ist gegen den Spieler oder minus ist halt auch sehr lustig.

    Victoria Weber (09:04.04)

    Mhm.

    Victoria Weber (09:11.88)

    Richtig, richtig cool. Okay, ich feier unser Gespräch jetzt schon. Ich find das super. Also, wie gesagt, ich hab jetzt hier deinen YouTube-Kanal offen. Ich kann ja mal ganz kurz verlesen, wir alle wollen ja mal so die Vanity-Metrics haben, wie viele Zahlen und so weiter. Ich verlese hier 211.000 Subscriber und 725 Videos. Ich weiß gar nicht, ob da auch Shorts schon dabei sind. Ich check das ja immer gar nicht. Ja, da sind auch ein paar auf jeden Fall. Und du hast einen Webshop und du hast einen Blog und was hast du noch alles? Jetzt müssen wir mal gucken. Instagram, Pinterest.

    Julian (09:21.134)

    Mhm.

    Julian (09:36.778)

    Eigentlich alles, aber die meisten Sachen davon sind nicht gut gepflegt. Guckt bitte nicht auf meinen TikTok-Account.

    Victoria Weber (09:42.98)

    Okay, das heißt, alle Leute sollen, wir verlinken einfach nur den YouTube-Kanal.

    Julian (09:46.566)

    Genau, der YouTube-Kanal ist das, wofür wir immer primär produzieren. Auf Instagram werden wir jetzt auch aktiver und aktiver, aber stand jetzt auch noch sehr viel recycelte Inhalte, die wir dann eben neu schneiden, neu moderieren, damit wir eben auch auf anderen Plattformen, auch auf den ganzen Short-Plattformen präsent sind. Aber ich sag mal, da sind wir gerade noch in der Mache, dass der Content dann auch noch einen Tick besser wird und auch exklusiv für die Plattformen dann produziert wird. Aber ja, ist natürlich ein krasser Mehraufwand, wenn man mehr als eine Plattform richtig bespielen möchte.

    Victoria Weber (10:13.64)

    Ja, das ist klar. Und da ist ja auch gerade schon perfekte Überleitung, wie ihr gesagt. Das heißt, jetzt musst du natürlich noch die Story erzählen, wie aus Julien wir wurde. Also was hat sich jetzt letzten Jahr so ergeben? Wir sind jetzt immer noch in der Storyline bei vor acht Jahren, also T minus acht. Jetzt musst du natürlich jetzt nochmal diese letzten acht Jahre irgendwie zusammenfassen, wie du bis heute gekommen bist, bevor wir weiter reden können.

    Julian (10:31.854)

    Also ich glaube, die ersten knapp zwei Jahre habe ich komplett alles allein gemacht und dann auch erst realisiert, was da eigentlich für einen Rattenschwanz an Arbeit dran steckt. Gerade zu der Zeit vor acht Jahren, auf immer musst du dich mit Sehung, mit Keywords auseinandersetzen, mit Videostruktur, mit Schnitt, mit Licht, mit Ton. Also das ist so eine Liste an irgendwie 14, 15 Tätigkeiten, die du auf einmal zumindest so halbwegs beherrschen musst. Und da bin ich natürlich auch einfach an die Grenzen gekommen und an dem Punkt, es dann aber auch aufruftechnisch auf einmal lief.

    hatte ich natürlich dann die Flexibilität auch mal einen Editor einzustellen und dadurch ist halt mittlerweile ein kleines Team entstanden aus Kameramann, zwei Editoren, Freelancern, Minijobbern und nach und nach wurden es mehr und mehr Leute, die mir helfen und mittlerweile ist es auch tatsächlich so, dass der Großteil eigentlich eher so unternehmerisch bei mir ist an Aufgaben anstatt kreativ und creatormäßig, was viele Leute mal überrascht, aber

    Ich koche tatsächlich gar nicht mal so extrem häufig, wie die meisten Leute denken, weil wir zum Beispiel, wenn wir jetzt über die Produktion reden, an einem Tag direkt vier Rezepte abfilmen und die dann halt über zwei bis vier Wochen verteilt veröffentlicht werden. Und wir produzieren dann sehr viel in Pause.

    Victoria Weber (11:34.952)

    Ich glaube, das ist typisch für alle, es bisschen professioneller machen. Das ist bei allen, denen ich rede, und bei mir selber auch genauso, dass man dann halt so Content-Tage hat und dann Rest der Zeit muss man halt irgendwelches anderes Zeug machen.

    Julian (11:44.391)

    Genau, wenn man keinen Content macht, dann versteht man das vielleicht nicht komplett, aber alleine Stative aufzubauen, zu verkabeln, Licht zu setzen, alles vorzubereiten, bei mir die Küche zu putzen und so Geschichten, das dauert alles enorm. Und wenn es dann einmal gemacht ist, dann ist es halt so effizient, dann direkt noch ein zweites, noch ein drittes, noch ein viertes Video zu drehen. Und dementsprechend drehen wir dann immer direkt so zehn Stunden in der Regel, wenn der Kameramann schon mal da ist.

    Victoria Weber (12:08.976)

    Und danach wird Takeaway, das Fastfood bestellt, wenn man denkt, boah, ich bin am Ende. Wer ist denn eigentlich... Ja, ich wollte schon sagen, wer ist denn bei euch dann alles? Du hast ein groß genuges Team, dass alles gegessen wird.

    Julian (12:14.975)

    Praktischerweise gibt es ja Essen hier.

    Julian (12:20.682)

    Fun fact, ich esse es nicht, weil ich habe ganz am Anfang mal den Fehler gemacht, dass ich nach dem ersten Video mir dann so schön Pasta reingezogen habe. Kannst dir vorstellen, was das mit der Energie, mit dem Energielabel gemacht hat. Und ich habe mir dann geschworen, dass ich nicht mehr während den Drehtagen esse. Also zumindest keine Sachen, schwer sind. Ob es jemanden Salat oder sowas. Aber ich esse tatsächlich nur ganz, ganz kleine Mengen dann am Drehtag. Und dann, wenn alles vorbei ist, klar, dann wird es eingetuppert, mit nach Hause genommen, dann esse ich was. Der Kameramann isst eigentlich die ganze Zeit was. Aber, ja.

    Victoria Weber (12:27.272)

    Mhm.

    Victoria Weber (12:49.482)

    Grüße gehen raus an deinen Kameramann, ich feier das.

    Julian (12:50.638)

    Ja, Paul, guter Mann. Muss man auch dazu sagen, er ist sehr jung, er ist sehr groß, zwei Meter groß, hat einen Kalorienintake unendlich. Das heißt, er ist nach wie vor einer meiner Lieblingsstories. Früher, als er 18, 19 war und halt viel Kraftsport gemacht hat, ist er halt morgens losgefahren, hat bei seiner Mutter damals noch gefrühstückt, ist zu mir gekommen, hat vier Rezepte jeweils, eine Portion gegessen, dann nach Hause und Abendessen gegessen. Ich dachte, nicht schlecht.

    Victoria Weber (12:59.28)

    Da musst du auch mindestens vier Gerichte am Tag kochen.

    Victoria Weber (13:16.876)

    Ja, da kann man nur neidvoll hingucken, wer so einen Galerienverbrauch hat. Nee. Ja, na, das das.

    Julian (13:19.726)

    Deswegen, Essen wird hier nicht weggeworfen, das ist immer ganz wichtig zu sagen. Das ist tatsächlich auch eine Frage, die oft kommt. Was machst du mit dem Essen? Ich bin immer so, Dö, Essen, also was soll ich sonst machen? Aber es gibt viele Foodblogger, die das vor allem stylen, manchmal dann eben auch Zutaten nehmen, die irgendwie nicht so gut für den menschlichen Körper sind und tatsächlich das Essen dann später wegwerfen.

    Ich war ganz zu meinem Anfang bei einer Foodbloggerin und die hat dann so pinke Pancakes gemacht. Das war echt nur für das Foto. Es hat wieder nicht geschmeckt. Wir haben es weggeworfen danach. Und es war super spannend, technisch und so alles. Hab ich super viel gelernt, wie man gute Food-Fotografie macht. Aber am Ende wird es weggeworfen und das Rezept hat nicht mehr geschmeckt. Das hat mich eigentlich schockiert. Da war ich sofort, okay, so einen Content will ich definitiv nicht machen. Weil was passiert denn, wenn jetzt jemand wirklich mal das Rezept nachkocht?

    Victoria Weber (13:48.176)

    Okay, krass.

    Victoria Weber (14:01.128)

    Mhm.

    Julian (14:06.92)

    sitzt dann mit seinen pinken Pancakes, die jetzt bei Espar sind, aber einfach nicht gut schmecken, weil da so rote Beete saufen und alles drin ist und es war nicht geil.

    Victoria Weber (14:10.056)

    Hmhm.

    Und es muss ja auch irgendwie möglich sein, das cool aussehen lassen zu können und dass es gut schmeckt. das ist ja eigentlich nicht immer...

    Julian (14:18.062)

    Also ich hoffe, dass ich's mache. Du warst ja gerade auf meinem YouTube-Kanal. Ich hoffe, sah irgendwas gut aus.

    Victoria Weber (14:21.512)

    Die Sachen, ja, also ich krieg hier gerade schon so, ich möchte das alles essen. Vor allem hier die Erdnussnudeln, gebrate Nudeln mit Erdnusssoße spreche ich mich gerade an. Aber wir schweifen ab. Ich wollte an dieser Stelle wirklich auch noch mal einhaken und sagen, das klingt schon, als hättest du dich auch krass in dieses ganze, du hast ja gesagt mit Workshops, dass du dich auch krass mit dieser technischen Materie dann auseinandergesetzt hast, obwohl du dann schon ein Team hattest, oder?

    Julian (14:29.678)

    Ja.

    Julian (14:42.83)

    Ja, muss man, finde ich auch. Mein Anspruch war immer, sehr hochqualitativen Content zu machen. Ich glaube, das ist mir dann auch gelungen und war gerade vor sechs, sieben Jahren, glaube ich, auf technischer Ebene auch ziemlich gut. Mittlerweile gibt es Leute, die machen es noch mal viel besser. Von denen kann ich auch total viel wieder lernen. Aber mir war eigentlich schon immer so ein Qualitätsanspruch an meinen Content. Der war schon immer gegeben. Ich wollte nicht Content machen, der

    schlecht aussieht, weil das war auch genau der Grund, wieso ich selbst damit angefangen habe, weil die deutschsprachigen Videos, ich zu der Zeit gesehen habe, die waren einfach nicht gut gemacht. Und ich war selbst die Zielgruppe und habe dann gesagt, da fehlt doch Sättigung, das Licht ist doch schlecht, der Typ ist uncharismatisch und irgendwie. Also ich habe mir acht Minuten Video anguckt und will es dann auch nicht nachkochen, macht er ja irgendwas falsch. Und deswegen dachte ich, okay, mache ich besser mit einem hohen Qualitätsanspruch an mich selbst.

    Victoria Weber (15:14.671)

    Stimmt, du hast ja gesagt, das hat dir eigentlich gefallen.

    Victoria Weber (15:35.624)

    He

    Julian (15:39.04)

    wird einem natürlich manchmal dann auch zum Verhängnis, weil ich irgendwie zu viel, zu schnell, zu gut möchte. Gerade auch weil im Social Media ja Qualität auch nicht komplett alles ist, sondern alle wissen, Quantität spielt halt auch eine Rolle. Wie oft du Plattformen spielst, ist ein wichtiger Faktor. Da muss man halt immer, glaube ich, eine gute goldene Mitte finden zwischen genug Content, der abgepublished wird, aber auch gut genug, schön genug.

    Victoria Weber (16:01.576)

    Ja, und genau, und habe gerade eben so eine lustige Zwischenfrage auch in meinem Kopf gehabt, also gesagt, dass ja, das will man dann auch nachkochen. Glaubst du, dass, also das ist jetzt natürlich eine komplett spekulative Frage, aber wie viele Leute gucken sich das einfach nur an, sich zu entspannen? Weil ich kenne voll viele Leute, die gucken sich auch so Kochshows an und haben noch nie was gekocht. Und wer macht das, also wer kocht das wirklich nach? Hast du da irgendwelche Einblicke von deinen Fans oder Followern?

    Julian (16:24.564)

    Als hättest du diese Frage vorbereitet. Ich saß wirklich vor drei Stunden hier mit meiner Minijobberin und wir haben Umfragen und sowas ausgewertet. Und mich hat selbst überrascht, wir haben mich der Umfrage geschaltet auf unsere Zuschauer, wie oft pro Woche kochst du? Und ich glaube es waren 53 Prozent, die fünfmal oder häufiger kochen, also an fünf Tagen oder mehr kochen, wo ich selber sage, boah krass, so viel koche ich nicht mal.

    Nahezu gar nicht, nahezu nie waren, ich glaube, 3 % oder so was. Das heißt, ich glaube, bei mir, bei meinem YouTube-Kanal ist schon dieser Inspirationsgedanken sehr groß, dass Leute wirklich die Rezepte haben wollen, sie selber nachzukochen. Und ja, ich war selbst eigentlich davon überrascht, wie viel die Leute kochen, die auch meinen Content schauen. Was für mich voll schön ist, weil ich möchte im Endeffekt auch, dass die Sachen, die halt auf dem YouTube-Kanal herauskommen und die hoffentlich wie Appetit wecken, dann auch umgesetzt werden.

    Victoria Weber (16:52.616)

    Okay, krass.

    Julian (17:14.742)

    weil es immer das Schönste ist, man genau das dann auch in den Kompanien liest.

    Victoria Weber (17:19.56)

    Ich bin immer so der Typ, ich würde das gerne haben, ohne es kochen zu müssen.

    Julian (17:23.678)

    Same. Also das Missverstehen bei mir auch viele. Ich bin jetzt nicht der krass leidenschaftliche Koch, der sich irgendwie sonntags vier Stunden in die Küche stellt und Spaß dann hat, wenn er noch ein Schäumchen und noch irgendwie eine Glasur anrührt, sondern ich möchte halt ungefähr so lange in der Küche stehen und kochen, wie ich dann auch esse. Also ich sag mal so 20, 30 Minuten maximal in der Küche stehen, dann im Optimalfall ein Essen zu haben, was aussieht, als hätte ich eine Stunde in der Küche gestanden.

    Victoria Weber (17:48.432)

    Lass doch mal einen Pitch! Mega!

    Julian (17:49.422)

    Ja, ist es auch, glaube ich. Muss ich viel mehr einbinden, aber ich bin selbst ein Freund von der Schnellenküche und wenn du jetzt so über den YouTube-Kanal mal browsest, dann wirst du auch sehen, das ist wahnsinnig viel. Das sind so Alltagsgerichte, die eben 15 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten dauern und alles, was länger dauert, ist eigentlich nur wegen der Ofenzeit. Also wenn du jetzt irgendwie Süßkartoffeln im Ofen backen musst, dann dauert es halt 50 Minuten, aber das ist dann keine Arbeitszeit.

    Victoria Weber (18:05.373)

    He he, mhm.

    Victoria Weber (18:11.528)

    Ist ja wahrscheinlich auch der beste Markt, weil immer mehr Leute haben ja immer weniger Zeit. Das ist ja so gefühlt der aufsteigendste Markt, man erwischen kann. Wenn du jetzt sagen machst, du machst die fünf-stündige Gar-Anleitung mit dreimal pökeln links, keine Ahnung, was man da macht. Man merkt schon, ich habe keine Ahnung von dem Thema.

    Julian (18:24.206)

    Genau. Das war alles richtig. Also genau diese Rezepte, du ewig schmors oder sowas, ich glaube, das zieht auch gar nicht mehr in meiner Zielgruppe, weil die Leute eher wissen, was kann ich mir an einem Mittwochabend, wenn ich vom Sport komme, noch schnell zusammenwerfen, was halbwegs gesund ist, was frisch ist und was halt verhindert, dass ich doch auf dem Rückweg irgendwie einen Döner essen muss.

    Victoria Weber (18:46.371)

    Ich wäre tatsächlich so interessant mit diesem Nutzerverhalten. Ich würde nie auf die Idee kommen, wenn ich abends noch irgendwas hab und so anwerfe, dass ich mir dann ein Video angucke. Wie ist es denn, wenn jemand ... Hast du so speziellen Content für so, du hast das und das und das, was kannst du daraus machen?

    Julian (18:59.131)

    Nö, weil es ja auch total spekulativ wäre. Also das weiß ich auch nicht.

    Victoria Weber (19:03.856)

    Das wäre wahrscheinlich so eine Idee für so eine Website-Applikation, wo man sagen würde, was hast du alles im Schrank und dann kommt das perfekte Rezept. Gibt's schon? Okay.

    Julian (19:07.598)

    Gibt es aber auch schon, da gibt es gute Apps, die das ganz gut lösen und ich glaube nicht, dass da ein Videoformat braucht. Das habe ich mal gemacht auf Basis von meinem eigenen Kühlschrank, dass ich einfach gesagt habe, okay, heute freestylen wir ein Reste essen, ich habe das und das und das noch im Kühlschrank. Aber wenn ich mal ein, zwei Mal pro Woche einkaufen gehe, das ist jetzt auch nicht die größte Herausforderung, gerade weil ich meine

    Victoria Weber (19:17.032)

    Mhm.

    Julian (19:30.062)

    Die Zutatenliste von den Rezepten, ich publishe, sind eigentlich sehr simpel, weil das zum Beispiel auch so eine Sache ist. Da merke ich immer wieder, da sind Leute vom Kochen abgeschreckt, wenn auf der Zutatenliste Dinge stehen, wo sie weder wissen, was es ist, noch wo man es bekommt. Das heißt, wir versuchen eigentlich, die Rezepte extrem simpel und alltagstauglich zu lassen, sodass du, wenn du jetzt in den Supermarkt gehst, direkt eigentlich alles hast. im Optimalfall auch nicht 30 Sekunden.

    Victoria Weber (19:51.016)

    Ich hab auch bisschen bei dir reingeguckt, hast ja unter dem populären... Das lustige ist, dein populärstes Video, ja Mango richtig schneiden. Oder auch Ananas richtig schneiden auf Platz sechs oder so. Aber dazwischen drei schnelle Fanggerichte, gebratene Reis, immer funktioniert, Kartoffelauflösung mit Brokkoli, also super wenig Zutatenrezepte, zumindest wie es von außen aussieht. Was natürlich richtig cool ist, heißt, ja dann auch so wirklich, ohne dass du es jetzt... Also du schreibst es ja auch in deinem Ding, kaum noch Zeit zu kochen, aber trotzdem bloß frisches Essen.

    Julian (19:59.018)

    Typischer Seo-Content, ne? Also das hat er ja schon.

    Victoria Weber (20:20.488)

    richtig, richtig cool. Ist es denn aber so, weil ich würde mir jetzt mal vorstellen, ich kenne mich jetzt in dieser Foodbubble nicht so perfekt aus, ist das ein umkämpfter YouTube-Bereich oder hast du schon das Gefühl so, nee, da geht noch was.

    Julian (20:34.08)

    Ach, da geht noch viel. in den letzten Jahren sind natürlich schon echt viele gute Creator auch mit dazu gekommen. Viele von genau diesen Food-Creatern sind mittlerweile aber auch gewechselt mehr auf Entertainment-Content, wo es dann eher darum geht, verschiedene Food-Spots, also Restaurants zu testen oder in Städten sich einfach mal durchzufressen und weg von dem eigentlichen, ich sag mal, Koch-Tutorial-Gedanken.

    Victoria Weber (20:45.616)

    Uuuh, spannend!

    Julian (20:58.12)

    hat auch damit zu tun, wie die Algorithmen so funktionieren und auch der ganze Shortmarkt und so verändert das glaube ich extrem, weil so Langform-Rezept-Tutorials schon etwas sind, was jetzt gerade aktuell eher eine ältere Zielgruppe abholt, denn wieso sollte man sich jetzt acht Minuten lang angucken, wie gebratene Nudeln zubereitet werden, wenn du es auch in 60 Sekunden im Short haben kannst mit der gleichen Informationsdichte. Deswegen ist das auf jeden Fall eine Herausforderung, gucken, wie sehr

    Oder wie hält man die Leute auch noch mit Koch-Content mehr als eine Minute lang?

    Victoria Weber (21:31.64)

    Ist es so, dass du daraufhin optimierst, dass zum Beispiel, dass ihr euch das genauer spezifisch anguckt und sagst, hey, okay, unsere Strategie ist jetzt, wir müssen mal gucken, wie wir diese jüngeren Leute auch erreichen, oder ist das was, was jetzt eher so jetzt erst in den Vordergrund tritt?

    Julian (21:44.672)

    Also ich hab jetzt längere Zeit tatsächlich nicht mehr in die Analytics geguckt, was auch sehr untypisch ist, weil ich jemand bin, der total zahngetrieben ist und so hab ich auch den Kanal eigentlich groß gemacht, dass ich, weil gerade in den YouTube Analytics vielleicht auch nochmal dazu gesagt, dass alles eben, also ihr glaubt's nicht, wenn ihr davon keine Ahnung habt, ich kenne euch, glaubt mir, ich kenne genau das ganze Zuschauerverhalten und da mal akribisch reinzugehen und zum Beispiel, also ein Beispiel zu nennen, du hast halt einen Graf, der dir ziemlich genau zeigt, an welcher Stelle im Video Leute abschalten und

    Victoria Weber (21:55.184)

    Da kann man alles lehnen. Das ist der Wahnsinn. ist der Wahnsinn. Ich liebe den YouTube. Ja, das ist...

    Julian (22:13.248)

    Bei mir war das zum Beispiel dann so Learning, das kann ich mal als Beispiel jetzt geben, dass ich gemerkt habe, okay, es gibt Videos, da droppt die Linie immer so 5 bis 10 Prozent von den Zuschauern an verschiedensten Stellen. Und ich habe es nicht gecheckt, so wieso schalten da Leute ab? Dann habe ich mal mir 20 Videos genommen, immer geguckt, wo ist diese Stelle, wo ein paar Leute abschalten. Und das war, als ich die Zutaten vorgelesen habe. Also ich habe mein Rezeptvideo klassisch so angefangen mit, heute brauchen wir eine Zucchini, zwei Möhren und eine Zwiebel.

    Und das war dann immer der Punkt, wo ein paar Leute abgeschaltet haben. Und im Nachhinein denke ich, das ist vor allem, weil Leute bestimmte Zutaten nicht mögen, allergisch sind oder es auch einfach relativ langweilig ist, Zutaten durchzugehen. Und es war immer so ein sogenannter Exit-Point im Video. Das heißt, so was habe ich gemacht. Ich habe den Part komplett gekillt und nicht mehr gezeigt, was ich hier alles rumging, sondern ich habe das Rezept angefangen und die Karotte kam halt dann erst bei Minute 3,50 oder so rein, anstatt...

    bei Sekunde 20 und das hat es gelöst, dass die Leute eben nicht mehr diesen Exit-Point hatten, wo sie gesagt haben, ah nee, doch nicht, was total spannend ist.

    Victoria Weber (23:15.516)

    Das ist krass. Also YouTube ist gefühlt das Gegenteil von Podcasts, weil bei Podcasts hat man gefühlt so wie so ein schwarzes Loch, da hat man ungefähr keine Ahnung. Ich liebe YouTube für seine crazy analytics. Das ist wirklich der Wahnsinn. Also ich würde mal sagen, 1 Platz von allen Sachen, die ich kenne, ist wirklich dieses YouTube. richtig, richtig krass. Und vor allem kann man ja selbst bei so kleinen Zahlen. Also ich habe zum Beispiel einen eher kleinen Account für mein Creator-Business und das ist auch so B2B-lastig, also eher so bisschen sehr nischig. Also Kochen ist ja ein bisschen breiter.

    Julian (23:20.814)

    Nein.

    Das ist ein Traum, ja.

    Victoria Weber (23:43.4)

    Und selbst da kann man auch bei kleinen Zahlen halt schon voll coole Sachen sehen, wo ich finde, dass bei ganz vielen anderen Plattformen oder auch zum Beispiel bei Podcasten, kann jetzt, wo die Zahlen größer werden und so, sehe ich besser, okay, hier Tendenz, da und so weiter. Aber am Anfang konnte man im Prinzip überhaupt gar nichts sehen. Und das finde ich halt auch voll nice, dass man auch als kleiner Mensch, wenn man jetzt mit YouTube anfängt, sofort alles auch hat. Das finde ich richtig gut.

    Julian (23:44.193)

    Wir sind.

    Julian (23:49.006)

    Hmm.

    Julian (24:05.056)

    Und genau das meine ich. So habe ich ja begonnen, dass ich wirklich sehr analytisch eigentlich an die ganze Sache rangegangen bin und mir immer von Woche zu Woche angeguckt habe, okay, was ist jetzt bei dem Video passiert? Wieso schalten hier in den ersten zehn Sekunden mehr Leute ab als jetzt im letzten Video und wirklich dann einfach messerscharf analysiert habe, wie habe ich denn das Video begonnen? Und das kennt, glaube ich, jeder von uns ja hin und wieder mal so Tutorial-Content auch auf YouTube schaut, wenn ich mir irgendwie ein Photoshop-Tutorial angucke und das Video geht irgendwie los mit, Hi, ich bin Marc, schön, dass du hier auf dem Kanal vorbeischaust. Ich habe

    letztens erst irgendwie mir gedacht hat, bin ich schon weg. Also ich will ja dann ein Problem gelöst haben und deswegen möchte ich eigentlich das Video dann eher los geht mit hey kennst du genau dieses Problem, hängst du grad fest, ich zeig dir jetzt die Lösung. Palm. On Und das zu verstehen ist mega wichtig beim Content Game sag ich mal, gerade wenn man da am Anfang steht und nicht genau versteht wie funktioniert eigentlich Aufmerksamkeit, wie funktioniert

    Mission Statement, Value Statement, all diese Geschichten, dann ist es super hilfreich da einfach ganz klar schwarz auf weiß die Zahlen zu haben und auch von Google bzw. YouTube dieses Feedback zu bekommen. Dieses Video hier hat einfach nicht gut performt, da haben die Leute sofort abgeschaltet. Weil dann geht halt dieser sehr produktive Gedankengang los mit woran liegt es und wie kann ich das beim nächsten Mal besser machen und wenn man das dann halt von Woche zu Woche immer einen Tick hier und da feinschleift, glaub ich entsteht sehr guter Content.

    Victoria Weber (25:28.008)

    Ja, ganz offensichtlich läuft der voll gut. Und ich finde es auch spannend, dass du gesagt hast, dass du dann auch direkt von Anfang an analytisch da reingegangen bist, denn es gibt ja ganz viele Leute, die aus einer anderen Ecke, die eher aus dieser lifestyle Ecke kommen und dann in so diese Scheuerrichtung gehen. Und bei dir war es ja offensichtlich so, dass du direkt gesagt hast, nee, okay, ich habe genau den Plan, was du machen möchtest. Hast du auch dein Business so nach diesem, ich sage jetzt mal sehr strategisch-schematischen Ding, angegangen? Weil am Ende des Tages ist es ja für dich auch ein Geldverdienkanal.

    War es dir schon von Anfang an klar, was man alles so machen kann? Hattest du schon von Anfang an die, ich sage jetzt mal, verschiedenen Einkommensarten im Kopf oder warst du eher so, jo ich mache mal Content und gucke, was rauskommt?

    Julian (26:07.054)

    Ich würde schon sagen, dass ich eine grobe Idee davon hatte. Also mir war es bewusst, dass es ein Businessmodell ist, Influencer zu sein, sag ich mal. Beziehungsweise ich habe halt gemerkt, dass diese Industrie wächst und wächst und es sicherlich kein Problem wird, den Content zu monetarisieren, wenn ich erst mal diese Reichweite habe. Das heißt, ich bin auch von Minute 1 so rangegangen, dass ich es mehr oder weniger als mein Vollzeitjob, der zwar anfangs noch gar nichts eingebracht hat,

    betrachtet habe, weil ich diese Vision hatte, davon zu leben. Und der erste Gedanke war wirklich das ganz klassische Influencertum, dass man sagt, ich möchte mit Sponsoren, mit Brands zusammenarbeiten, wo ich irgendwie einen Mehrwert sowohl für die Brand als auch für den Zuschauer schaffen kann, weil es Produkte sind, die ich selber total feiere und dann eben so gesehen eine Kaufempfehlung auch aussprechen kann. Und es hat sich dann mit der Zeit aber natürlich gewandelt, weil da auch andere Dinge spannender würden oder auch einfach dazukamen als andere Rollen des Einkommens. Also ob das jetzt

    Victoria Weber (26:33.768)

    Mhm.

    Julian (26:59.208)

    dann Affiliate Marketing zum Beispiel ist, ob das eigene Produkte mittlerweile sind über den E-Commerce Aspekt von meinem Unternehmen oder ob es auch so Sachen sind wie Bookings für Event oder Messen oder sowas.

    Victoria Weber (27:12.328)

    Bist du dann quasi wie so ein Showkoch?

    Julian (27:15.022)

    Ja, biete ich an, mache ich nicht so gerne, weil ich selbst auch so bisschen Reizüberflutung habe und Messen sind der absolute Horror für mich. Deswegen ist es jetzt nicht meine Number One Priorität auf einer Messe zu kochen. wenn es so was im kleineren Rahmen ist, also ich war mal, falls du mich kennst, bei Johann Laffer, der so ein kleines Event, Promotion-Event hatte, wo wir irgendwie zu 20s waren und dann wird halt von denen was gefilmt. Für so was lasse ich mich dann lieber booken, weil das deutlich entspannter ist. Aber klar, das gehört dann auch dazu, weil so

    bald du jemand bist, der Vertrauen genießt von Zuschauern und von vielen Zuschauern, dann wird sowas natürlich auch spannend.

    Victoria Weber (27:53.128)

    Mega cool. Richtig nice. Ich wusste gar nicht, dass das auch quasi ein Teil dessen ist, was du machst. Ich glaube, eine Sache, auch voll spannend ist, ist dieses Thema E-Commerce, weil es ist ja so, dass auch viele, die hier zuhören und auch insgesamt jetzt voll so diese Entwicklung gerade mitmachen. Also der ganze Podcast hier geht ja das Thema Create Economy. Und bei vielen ist es ja so, dass irgendwann dieses Influencer-Game so bisschen an seine Grenzen stößt, dass man sagt, okay, nur Werbung ist ganz schön fragil. Ob das jetzt AdSense bei YouTube ist, also die quasi die YouTube ...

    Gewinnausschüttung sozusagen anteilig an den Anzeigen, für die es noch nicht freigeschaltet haben oder aber dieses von Firmen quasi bezahlt zu werden. Ist es bei dir wirklich dann organisch dazukommen oder hast schon gedacht, ok cool, ich muss jetzt mal was machen, wo ich auch selber das im Griff habe?

    Julian (28:37.454)

    Es ist entstanden eigentlich aus einer Anfrage von einem Verlag, der ein Kochbuch mit mir gemeinsam entwickeln wollte und publishen wollte, wo ich eigentlich dann von Sekunde eins gesagt habe, ich möchte selbst ein Vertriebsrecht für das Buch, weil ich einfach

    blöd gesagt die Margen gesehen habe, die rumkommen oder die genau nicht rumkommen, wenn so ein Buch über Amazon oder irgendein Buchhandel bestellt wird. Also es sind wirklich, da bewegt man sich im Cent-Bereich bei dem, was dann am Ende bei mir von meinem eigenen Buch landet. Gleichzeitig, wenn ich selbst allerdings das im Verlag abkaufe und das über eine eigene Plattform verkaufe, bleibt da wirklich ein Vielfaches hängen. Und deswegen war das aus wirtschaftlicher Sicht einfach ein No-Brainer dann zu sagen, okay, ich möchte es auch selber verkaufen, weil ich meine, ich habe die Reichweite, es wäre jetzt bescheuert,

    zu Amazon zu schicken oder woanders hin, wo ich im Endeffekt nichts von dem Buch verdiene, sondern eigentlich dann nur Amazon und den Verlag unterstütze. Das heißt, beim Thema eigenem Produkt habe ich direkt gedacht, möchte ich selber auch verkaufen. Und dann geht natürlich erstmal da noch mal ein riesiges Thema auf, gerade mit physischen Produkten, eben mit Logistik, mit Webshop, mit dem und dem und dem und...

    Victoria Weber (29:41.896)

    Mhm.

    Julian (29:49.024)

    Ich habe es bisschen unterschätzt, wie viel Arbeit das nach sich zieht, aber es ist ein Schritt, über den ich nach wie sehr glücklich bin, dass ich ihn gemacht habe, weil mich das genau dann halt dazu gebracht hat, über Shopify einen eigenen Shop zu eröffnen.

    Das Buch zu listen hat auch wunderbar funktioniert. Der war auch extrem stiefmütterlich gepflegt am Anfang. Du konntest gerade so ein Kochbuch bestellen, auch nur, wenn du es wirklich wolltest. es war nicht optimiert auf Sales. Mittlerweile sind wir da bisschen weiter, aber da muss auch immer noch sehr viel Arbeit rein fließen. Mittlerweile haben wir auch Pfannen und Töpfe und erweitern das Sortiment so bisschen. Kleiner Kochlöffel ist jetzt letztens dazugekommen.

    Victoria Weber (30:27.272)

    Den hab ich gesehen mit diesem Smiley. Voll cool. Ich fand den sofort super. Wir werden den in die Show notes essen, wer sich diesen Smiley-Kochelöppel kaufen will.

    Julian (30:29.454)

    Genau, so ein Smiley-Kochlöffel. Sehr schön, sehr schön.

    Julian (30:38.902)

    Dementsprechend will ich natürlich das Sortiment auch dahin erweitern, dass ich einfach sage, das sind sinnvolle Produkte, die auch selbst in meinem Content vorkommen, weil ich habe ja dann zugesehen selbst diese Werbefläche und es macht voll Sinn, die Produkte, die ich selber gut finde, auch unter meinem Label, unter meinem Logo zu vermarkten und zu verkaufen, weil im Endeffekt, ja, cuttet man dann.

    diese Abhängigkeit von außen. Weil im Endeffekt machst du dich natürlich immer auch abhängig dann von einem Kooperationspartner und von den Marketingbudgets, die dahinter sind oder eben dann auch vielleicht mal nicht dahinter sind. Gerade jetzt so mit Inflation und Wirtschaftskrise, sag ich mal, gibt es viele Unternehmen, die auch jetzt einfach ihr Influencer-Marketing deutlich, deutlich, deutlich nach unten geschraubt haben. Einfach weil sie es nicht anders machen können. Und im Endeffekt bist du als Creator davon dann natürlich auch indirekt total abhängig. Gerade wenn du dann Mitarbeiter hast und Miete für ein Studio, ist das

    ein Risiko, was ich zumindest nicht mehr in der Größe so haben wollte. Und eigene Produkte, die ganzen eigenen Wege sind natürlich da deutlich sicherer langfristig.

    Victoria Weber (31:41.252)

    Und man hat natürlich auch eine viel höhere, also man hat ja auch eine riesen Marge an den Produkten im Vergleich zu affiliate oder wenn man da irgendwelche Sachen macht.

    Julian (31:45.982)

    Genau, kommt total aufs Produkt an. glaube digitale Produkte sind dann natürlich noch mal viel spannender. Wenn ich jetzt so meine Marge mal ausrechne, also wir lassen zum Beispiel in Deutschland produzieren, wo die Pfanne auch locker das 20-, 30-fache kostet wie eine chinesische Pfanne, die dann importiert wird. Aber auch da kommt wieder dieser Qualitätsanspruch durch. Ich mag sehr gute Produkte und ich möchte nicht für irgendeine Mistwerbung machen und das zieht sich dann natürlich genauso weiter auf meine eigenen Produkte. Das heißt auch da achte ich halt darauf, irgendwie...

    ein richtig geiles Produkt ist für einen fairen Preis, was dann natürlich aber auch auf Kosten der Marge natürlich geht, weil du kannst die Pfanne jetzt auch nicht für 300 Euro verkaufen. ja, das ist nach wie vor aber trotzdem etwas, was ich sehr sinnvoll finde, auf Dauer auf E-Commerce zu gehen.

    Victoria Weber (32:33.512)

    Apropos, ich habe direkt zwei Fragen. Apropos digitalen Produkte, es gibt ja einige Leute auch Foodbereich. Wie gesagt, ich kenne mich jetzt nicht super aus, aber ich weiß das einige auch mit so E-Books und so weiter, weil sehr viele machen so Rezept-E-Books und so weiter, was ja digitales Produkt wäre. Hast du schon mal in Richtung gedacht oder warum hast du direkt physisch quasi da? Ich meine, okay, der Vertrag hat, der Verlag hätte ich gefragt, ja.

    Julian (32:43.982)

    Mmh.

    Julian (32:48.436)

    Naja, das Buch war ja direkt physisch. Also zwar wurde auch ein E-Book gelauncht, aber wer kauft sich ein Kochbuch als E-Book? gibt es jetzt glaube ich nicht so. Also ich kenne ja die Zahlen und es hat mich eher überrascht, dass es so viele Menschen gibt, die das dann auf dem iPad einfach durchscrollen. Ich finde so etwas physisches gerade beim Kochen irgendwie, was du in die Küche stellst, dann doch nochmal spannend.

    Victoria Weber (32:57.501)

    Maybe, es gibt ja auch Leute, die gucken sich Kochvideos an, was ich nicht tue.

    Julian (33:11.382)

    Aber dadurch hatte ich ja so gesehen das Problem, dass ich dann erstmal eine Lösung dafür finden musste mit wohin mit den ganzen Büchern. Und ich habe die ersten, ich glaube 200 oder 300 Bücher, die habe ich mir selbst liefern lassen in mein altes Produktionsstudio, ich die gerne unterschreiben wollte und mit einer Widmung versehen wollte. So für die absoluten treuesten Fans, für die ersten Käufer vom Buch. Die haben halt alle nochmal ein paar Sätze bekommen als Widmung ins Buch und habe dann aber auch realisiert, krass was das für eine Masse ist.

    wenn du halt so 300 Kochbücher bekommst, palettenweise Kochbücher, und das war ja eigentlich eine kleine Anzahl, hab dann auch gedacht, okay, ich kann halt niemals so den Versand selber machen. Und war dann auch froh, als dann das letzte Buch auch noch die Widmung bekommen hatte, dass ich halt nicht mehr selbst zur Post rennen muss, beziehungsweise das abholen lassen muss. Und dann ging natürlich das Thema Logistik voran, dass ich gesagt, okay, wo kann ich das einlagern? Und dann waren so gesehen die Strukturen eigentlich schon gemacht, nur für das Kochbuch, für alles weitere. Weil...

    Bei einer Pfanne ist jetzt nichts anderes. Die lasse ich dann eben nicht allzu weit von der Logistik auch produzieren. Wird rübergefahren in meinen Fulfillment Center und die machen halt den kompletten Versand, was natürlich eine krasse Entlastung ist im Alltag. Weil so sich selber verschicken ist, es hört sich super romantisch an und so, aber es ist ein absoluter Power.

    Victoria Weber (34:26.376)

    Es ist überhaupt kein bisschen romantisch. hab das auch für die, die hier schon länger zuhören, die wissen, dass ich mit einem E-Commerce Shop 2016 auch gestartet hab. hab immer noch zwei Shops. Uiuiui. Also am Anfang ist es cool. Am Anfang ist es richtig cool. Wir waren so eine Order selber einpackt und irgendwann denkt man sich so, oh mein Gott, es geht nicht mehr, ich möchte das nicht mehr. Aber was du, apropos E-Commerce, das war die zweite Sache, die ich eben noch sagen wollte. Was du auch gesagt hast, was ich mega spannend fand. Du hast ja dann quasi gesagt, oh, dann hast du erst mal gemerkt, wie krass anstrengend E-Commerce ist. Bei mir war es voll das Gegenteil. Ich hab damit angefangen.

    Julian (34:41.23)

    Gute Nacht.

    Victoria Weber (34:54.062)

    Und als ich dann mehr so digitales Zeug auch gemacht hab, dachte ich so, boah, wie cool, kein Inventar, dann das nicht, dann hier nicht, dann da gibt's noch irgendwelche rechtlichen, keine Ahnung was. Also es ist super kompliziert. Also hier Props an alle E-Commerce-Leute. Das ist vor allem auch wenn man so, ich mein bei dir, du hast ja keine ablaufenden Produkte, aber ich hab jetzt auch ein paar Mal mit Leuten hier schon in den Podcasts geredet, wo dann auch Produkte ablaufen, auch so essen oder so. Und ich so, mein Gott, ich hab den, ja.

    Julian (35:15.4)

    Ja, habe ich größten Respekt vor. Also genau, dass der Grund, du es keine Olivenöl oder so was in meinem Shop bisher gibt, weil ich einfach mega Respekt davor habe, wenn ein Produkt auch nur zwei, drei Jahre haltbar ist und weil du irgendwann Probleme im Lager bekommst und Sachen einfach ablaufen.

    Victoria Weber (35:26.056)

    Hm.

    Victoria Weber (35:29.8)

    Ja, das habe ich auch schon. Deswegen besser ist es, hat. Am besten sind kleine Produkte, lange halten. Aber voll spannend, dass du dann auch relativ schnell da rübergeswitcht bist mit Vollfilmen, weil ich glaube, dass sehr viele Leute viel zu lange auch daran festhalten, dass man immer noch sehr viel selber macht. Jetzt, ob das E-Commerce angeht oder eben die Produktion. Am Ende des Tages kenne ich fast niemanden, der nicht sagt, boah, ich hätte das und das das früher machen müssen.

    Also ich glaube, man wartet tendenziell bei ganz vielen Sachen zu lang, weil man irgendwie diesen Perfektionsanspruch hat und man will das so machen und man will das so machen.

    Julian (36:03.814)

    Es gibt ja auch so viele Bereiche, also ich sage genau das Gleiche auch. Wieso habe ich damit nicht früher begonnen oder wieso stecke ich da nicht noch mal Energie rein? Aber gerade in der heutigen Zeit bist du eher überwältigt mit all den Möglichkeiten, die du hast. Und gerade in so einem kreativen Bereich als Creator, da öffnen sich ja ganz viele Türen und du musst aber selber dann vielleicht auch mal einen Schritt rückwärts aus einer Tür wieder raus machen, weil du selbst einfach gar nicht mehr die Kapazitäten hast, das dann auch gut zu machen. Dementsprechend lieber

    Victoria Weber (36:14.568)

    Hm.

    Victoria Weber (36:26.44)

    Was sind denn Türen bei dir, du rückwärts wieder rausgegangen bist oder Sachen, die du vernachlässigst bewusst, wo du sagst, du hast gerade keine Zeit?

    Julian (36:32.596)

    Ja, also meine Website ist halt relativ vernachlässigt. Da packt zwar ein Freelancer dann auch die Rezepte drauf, sodass die auch immer verbildlicht und vertextet sind, sodass die Leute eben auch die Sachen einfacher nachkochen können, weil ein Rezept, einem Video nachzukochen, ist halt mega kompliziert. Und deswegen ist der Plan halt schon immer, dass die Leute dann auch auf die Website gehen können und das dann dort als Text nochmal total geordnet finden und zu nachkochen können. Und auf dem Level pflegen wir die Website auch. Aber wenn du jetzt darüber gehst, dass du

    verweildauern optimierst und conversions woanders hin optimiert und sowas absolut newsletter war auch ein thema das wird gleich das herz brechen war was ich wahnsinnig lange vernachlässigt habe und shame on me natürlich hat es ein riesiges potential und sowas aber ich habe es einfach nicht gebacken bekommen und ich

    Victoria Weber (37:20.174)

    Sprich mir nicht das Herz, ist doch voll toll, dass du es jetzt gemacht hast. Es würde mir das Herz brechen, wenn du sagen würdest, Newsletter braucht keiner. So ein Mist, Newsletter.

    Julian (37:22.613)

    Ja, wir zusammen, sich auch sehen.

    So ein Mist, ich da, die Tür habe ich sofort zugeknallt. Ich merke es natürlich auch selbst, dass es ein super wichtiger Baustein im Pfanne ist und damit fange ich jetzt auch gerade erst an. meine selbst das erste Freebie geht jetzt erst die Tage online, was eigentlich verrückt ist, wenn man denkt, ich bin seit acht, neun Jahren aktiv in der ganzen Content Creation Bubble, aber habe es nie hinbekommen, ein Freebie mal auf die Website zu implementieren. Also da sind mir glaube ich auch sehr, sehr viele Kontakte entgangen.

    Wobei doch, ich hatte eine ganz kurze Zeit mal ein Preview für ein halbes Jahr oder so vor drei Jahren und nach wie vor habe ich da wie meine 1500 Leute aus der E-Mail-Liste, die tatsächlich auch heutzutage noch die E-Mails öffnen, was ich krass finde, weil da einfach wirklich zweieinhalb Jahre keine einzige E-Mail rausging. Ja, tatsächlich, tatsächlich und ist auch gut. Genau, ja. Ich bin mir auch sicher, dass ein paar davon schon den YouTube-Kanal gar nicht mehr geschaut haben, aber dann kam halt so eine Mail aus dem Nichts und dann ach, den gibt es ja auch noch.

    Victoria Weber (38:08.873)

    die treuen Seelen sind das. Schaut an euch, wenn ihr zuhört, wenn ihr zu den Superfans gehört.

    Victoria Weber (38:22.184)

    Ja, voll gut. Ich glaube, dass das auch eine Sache ist. Jeder hat ja so den Bereich, wo man denkt, hätte man machen sollen. Bei mir war es zum Beispiel wirklich so, ich habe mich Jahre gegen Video geschreubt, ich war auch so ein Typ, so, Video, nee. Und dann habe ich dann mal so angefangen und dann dachte ich so, boah, wie schlau es eigentlich gewesen wäre, wenn ich einfach am Anfang schon, ich habe Tutorials gemacht per Text, was eigentlich total crazy ist mit Tutorial, Bild und alles, Aufwand, wenn ich das einfach nur so ganz lowkey mit einem ultimativ mega geringen Screenshare Produktionsaufwand einfach nur kurz mal online gestellt hätte.

    Julian (38:40.75)

    Hm.

    Victoria Weber (38:50.684)

    Jahre lang oder einfach nur ein paar am Anfang hätte dieser Kanal auch schon wachsen können. im Prinzip im Nachhinein weiß man sich da immer so bisschen selber, aber am Ende des Tages so ist es halt.

    Julian (38:58.559)

    Ja, ich glaube, ist

    Jeder Creator kann davon ein Lied singen, also gerade bei den ganzen Plattformen, die es jetzt mittlerweile gibt. Und ich habe das schon echt probiert, so zu optimieren, dass wir nahezu alle Plattformen bespielen können, weil wir eben bei einem Drehtag dann auch direkt Bilder machen. Die können sowohl auf den Blog gehen, aber dann auch direkt auf Pinterest. Und wir machen Videos in verschiedensten Formaten, sodass es nicht nur auf YouTube online geht, sondern es wird dann auch noch in einer anderen Form lizenziert und läuft auf so Video On-Amond-Plattformen, auf Join, Samsung TV Plus und so Geschichten und auf so einem kleinen Free-TV-Sender in Deutschland, wo wir einfach sagen, okay, wir versuchen...

    Victoria Weber (39:26.512)

    Puh.

    Julian (39:30.64)

    auch so Maximum dann eben aus einem Drehtag rauszubekommen. Aber trotzdem musst du irgendwann auch einfach mal eine Reißleine ziehen und sagen, wir haben die Kapazitäten auch nicht noch mehr auf TikTok und dann noch ein Re-Edit herzustellen und sowas. Weil im Endeffekt kann das ist ein Fass

    Victoria Weber (39:45.512)

    Und da muss man eine Megamaschine aufbauen und das ist alles laufen zu.

    Julian (39:47.678)

    Total. Und gerade wenn du dann noch Contentformat hast wie Stories zum Beispiel, das ist eine Tür, ich jetzt gerade auch für mich wieder die letzten drei Monate zugemacht habe, so sehr ich auch Instagram-Stories mag und selber auch schaue, es ist einfach Content, der sofort wieder weg ist. im Worst Case. Und du musst immer liefern.

    Victoria Weber (40:01.924)

    Ja, und das ist natürlich als YouTuber, wenn man es gewohnt ist, dass man jahrelang die Leute von dem gleichen Video noch zählen kann, ist das natürlich...

    Julian (40:05.355)

    Ja.

    Also wie gesagt, dieses Mango-Schälen-Video, das performen wir noch vorher oder jetzt erst recht. das war auch ein großer Grund, wieso es bei mir YouTube wurde, weil ich diese Langfristigkeit von Videocontent, von Longform Videocontent super schön finde. Und deswegen stehe ich halt auch Short-Content nach vorher sehr kritisch eigentlich gegenüber, weil es ein Content ist, der sehr weggekonsumiert wird. Und man kennt es ja selber, dass man dann in so ein Loch fällt und auf einmal ist es irgendwie 40 Minuten weg. Man wollte eigentlich gar nichts gucken, aber ist irgendwie hängen geblieben. Und wenn man dann mal probiert,

    sagen, okay, welche drei Shorts, was waren die letzten drei Shorts, die du gesehen hast, kriegst du nicht mehr zusammen. Und das ist wirklich erschreckend, wie so Dopamin nur noch ins K Hirn gepumpt wird, man nur noch konsumiert, aber eigentlich sich gar nichts davon merkt, geschweige denn abspeichert oder irgendwie benutzt für seinen Alltag.

    Victoria Weber (40:53.84)

    Das ist ein mega spannendes Thema. Das habe ich schon öfter hier im Podcast aufgerufen. Ich bin auf so einer Antidopamiendiät, nenne ich das immer. Ich konsumiere fast gar keine Shorts mehr, nur so viel, wie ich es Recherche. Ich setze mich bewusst hin und sage, jetzt gucke ich eine Stunde Shorts. Einmal, zu gucken, was geht so in der Welt. Ich habe mir das komplett abgewöhnt, wenn ich es jemals so gemacht habe, weil ich auch festgestellt habe, ist wie so, als würde man in einen Süßigkeitenladen rennen, einmal alles runteressen und da fühlt man sich so ... Man weiß aber gar nicht so richtig so. Und satt ist man aber trotzdem nicht.

    Julian (40:59.49)

    Hm.

    Victoria Weber (41:21.441)

    Und da wird mein ganzer Gaga davon, das hab ich auch so.

    Julian (41:23.278)

    Und das sagt auch nahezu jeder, mit dem ich darüber rede. Und das Krasse ist eben, dass selbst die Leute, die sich sehr bewusst sind, darüber oft nicht da rauskommen. Also wie so eine Sucht, weil du auch überall damit vollgeballert wirst, egal auf welcher Plattform du bist. Und ich habe auch schon bestimmt 20 Mal auf YouTube in meinem mobilen Feed irgendwie drauf geklickt, so weniger Shorts anzeigen. Es gibt diesen Punkt, wenn du auf diese drei Punkte klickst, kannst du auswählen, weniger Shorts anzeigen, dann ist halt so dieses Shortfeed weg. Aber es kommt einfach immer wieder.

    Victoria Weber (41:50.249)

    Voll spannend, weil ich hab einfach immer die Desktop-Version, weil ich so ein oldschool Millenial bin, der sich auf dem Desktop die YouTube-Videos anguckt.

    Julian (41:56.68)

    Auf dem Desktop habe ich auch so eine App, mir die Startseite blockiert, weil ich ja so oft wegen der Arbeit...

    Victoria Weber (42:00.612)

    Ja, das hab ich auch. Die Empfehlung blockiert, weil da krieg ich auch, ja, die kennen einen einfach zu gut, was einen so interessiert,

    Julian (42:07.082)

    Total, hat mich jedes Mal gecatcht und ich muss ja super oft dann auf YouTube im Arbeitsalltag, irgendwie selbst Content hochzuladen oder irgendwas zu verändern in den Metadaten und es ist mir so oft passiert, dass ich dann hängen geblieben bin, weil die Startseite so brutal optimiert ist auf mich. halbe Stunde einfach weg während des Arbeitsalltags.

    Victoria Weber (42:19.88)

    Das sind noch nicht mal Kurzformen, das sind Langformen, dann sitzt man gleich eine halbe Stunde da. Ja, das ist echt crazy. Also ich hab das genau auch eins zu eins, obwohl ich ja jetzt nicht der riesen YouTube-Banch bin, aber ich bin da auch oft jetzt drin, weil wir auch auf zwei Videos pro Woche jetzt bei mir erhöhen. Und ich glaube, dieses Thema, das wird jetzt komplett, wir sind jetzt ein bisschen aus dem Thema raus, aber ich glaube, dass das ein richtig krasses, fast schon Statussymbol werden wird in Zukunft und so ein richtiges so, keine Ahnung, also das ist ja wie so das neue Rauchen, dass halt alle jetzt so...

    an ihren Smartphones immer so hängen, so ich komm da nicht von weg. Ich glaub, das wird wirklich so ein krasses, so eine Fähigkeit werden, dass man es irgendwie in Griff kriegt, sich da nichts von den ganzen Sachen beherrchen zu lassen. Und man ist ja als jemand, Conan produziert, mal voll zwiegespalten, weil man denkt so, man lebt ja im Prinzip davon, dass sich die Leute den ganzen Tag irgendwelches Zeug von mir angucken. Und gleichzeitig will man eigentlich natürlich, dass möglichst wenig auch geguckt wird oder halt, dass die Leute zumindest das bewusst konsumieren und so weiter. Deswegen ist es ganz spannend, dass man da eigentlich in so einem...

    Julian (43:09.198)

    Hm.

    Victoria Weber (43:19.064)

    fast schon Konflikt ist und gleichzeitig finde ich aber, dass Langform-Content eigentlich da ein ziemlich cooler Weg ist, weil das einfach auch teilweise viel langsamer natürlich geht. Und weil man eben nicht, ich meine, du hast ja gesagt, du optimierst natürlich trotz allem auf, dass es halt kühlgeschnitten ist und dass da nicht so Löcher sind und alles. Aber trotz allem ist, glaube ich, auch dieses Dauerverhalten, dass man sich viel bewusster ist, okay, ich gucke jetzt gerade hier ein Langform-Video an, das ist ja auch viel gewollter und viel bewusster die Entscheidung. Das heißt, man hat ja auch ein ganz anderes Level von Aufmerksamkeit und wie nennt man das auf Deutsch? Intent.

    Julian (43:48.334)

    Ja, ich weiß was man ist.

    Victoria Weber (43:48.771)

    was die Leute dann auch wirklich auf dieses Video holt.

    Julian (43:50.99)

    Total und du hast das wort bewusst jetzt ein paar mal gesagt und das ist glaube ich das macht genau den unterschied Konsumierst du bewusst oder konsumierst du weil du halt gerade wieder im Reels-Game gefangen bist und Dopamin kickt. Ich glaube die Menge macht immer das Gift, also war ja beim Fernsehen früher nicht anders. Wenn du die halt irgendwie deine zwei Sendungen pro Tag abends noch angeschaut hast, hockst du aber irgendwie zwölf Stunden am Tag vorm Fernseher ist das ein Problem und ich glaube nichts anderes ist beim Social Media Konsum halt auch, dass, wenn du gezielt

    dir zwei, drei YouTube-Videos zu einem Thema, was dich interessiert anguckst, ist ja nichts verkehrt dran. Aber wenn du halt total fremd gesteuert bist und eigentlich nur noch ständig auf das klickst, auf das klickst, weil halt deine Aufmerksamkeit überall hingeht, dann ist´s ein Problem. Und vor fünf oder sechs Jahren hat schon mal jemand, ich weiß nicht mehr, wer es war, gesagt, Fokus wird der neue Number One Skill im Berufsleben werden.

    weil wir eine Generation haben, die jünger ist, die sich nicht mehr konzentrieren kann. Und ich merke das bei mir selbst auch schon, dass meine Konzentration einfach abnimmt, weil ich Social Media und mein Handy benutze. Und ja, also man weiß ja mittlerweile, wie Apps darauf programmiert sind, auch deine Aufmerksamkeit zu catchen und zu halten.

    Victoria Weber (45:00.648)

    Ja, und es gibt ja sogar Länder, in denen das verboten wird, wo die Apps nach 30 Minuten oder so abgeschaltet werden, weil die Leute gesundgeistig halten wollen, voll krass.

    Julian (45:05.87)

    Zeitung.

    Ja, also es sind ja auch keine Geheimnisse und man hört ja auch immer wieder von App-Entwicklern, gerade so aus den USA, dass sie sagen, so ich entwickle die Apps, aber meine Familie darf das nicht benutzen. Meine Kinder dürfen nicht diese App benutzen, die ich selbst programmiere, weil die genau wissen, was wir machen.

    Victoria Weber (45:20.968)

    Ja, ich bin da auch ziemlich hart drauf inzwischen. Ich finde es auch interessant, dass die das Bewusstsein und auch der Wunsch der Leute davon, in Anführungszeichen, wegzukommen, voll Großes. Ich hab vor Kurzem so LinkedIn-Post gemacht. Ich bin nicht superfett auf LinkedIn, aber da ging es darum, ich nehme euch mit auf die Reise, wie ich gegen meinen Goldfisch-Scrollgehirn vorgehe. Erster Schritt, ich nehme immer ein Buch mit in meine Tasche, was Handygröße hat, ich immer eine Alternative habe. Okay, ich möchte jetzt

    Julian (45:30.222)

    Mhm.

    Victoria Weber (45:47.56)

    Ich hab ne Lücke, keine Ahnung, Busseitestelle, 15 Minuten, was macht der normale Mensch, holt sich halt sein Handy raus. Und ich hab irgendwie auch so Erlebnisse gehabt, ich so zwischen 20 Leuten stand und alle standen halt wie so, wie so, Ahnung, so Zombies und dann so, äh, gucken dann.

    Julian (45:58.222)

    Nein.

    Wieso Zombies? So jetzt Amazon da, kurz einen Break.

    Victoria Weber (46:04.552)

    Kurz auf Break.

    Julian (46:10.606)

    So, sehr kurzer Break.

    Victoria Weber (46:12.872)

    Das war ein sehr kurzer Break. Auf jeden Fall waren da Leute, die alle auf ihr Smartphone geguckt haben. Und ich so, Alter, es guckt kein Mensch mehr, da irgendwas passieren würde. Ich möchte eigentlich wieder die Welt und auch wenn, vor allem diese Langsamkeit, dass es Zeiten gibt, wo man einfach mal in die Welt startet und die Wolkenformation betrachtet. Das gibt's ja alles gar nicht mehr. Und ich so, ich mache das jetzt zu einem Projekt.

    Julian (46:24.846)

    ist.

    Julian (46:36.949)

    Das ist so beängstigend.

    Victoria Weber (46:42.604)

    dass ich das jetzt hardcore runterschrauben werde. Das interessiert die Leute extrem. ist voll entspannend. Weil alle denken, dass ich berufsmäßig den ganzen Tag online sein müsste und ich so nö, muss man eigentlich überhaupt nicht.

    Julian (46:48.276)

    Finde ich voll gut.

    Ich finde es so beängstigend, die Szenen, du beschreibst, wie alle einen herum am Handy sind. Das kann man genau in der Bahn beobachten, wenn man selbst nach Hause fährt. ist wirklich so, dass 90 Prozent auf ihr Handy starren wie Zombies. Das kannst du nicht anders sagen. Ich in der Regel auch. Das ist crazy. Ich versuchte auch irgendwie meinen ...

    meinen Konsum, also meinen Social Media oder Handykonsum, runterzuschrauben. Da gibt es gute Apps für, die selbst irgendwie die eigenen Apps begrenzen. Man kann sein Handy auch irgendwie in Schwarz-Weiß-Modus machen oder auch einfach die ganze Zeit im Fokus-Modus lassen, so Geschichten. Also es gibt ja die Wege. Find ich auch. Find ich komplett absurd, ne? Und vor allem, ich denk auch, dass ich ein halbwegs bewusster Mensch bin, der so weiß, was mir gut tut und was mir schlecht tut und trotzdem versink ich halt in Reels. Und es ist, dass ich dann Apps brauche und Tools brauche,

    Victoria Weber (47:26.152)

    Aber es ist doch echt voll krass, dass man Tools braucht, die einem die Tools unterbinden. Das ist ja eigentlich echt crazy.

    Julian (47:40.832)

    Also andere Apps, was ja noch absurder macht. Ich brauche Apps, die mich von Apps fernhalten. Und das zeigt ja eigentlich die Problematik. Und die große Sorge, die ich halt habe, ich bin jemand, der so langsam auch auf die 40 zugeht und irgendwie ein bewusstes Leben immer als Ziel hat und anstrebt und glaube ich auch hat. Aber was ist mit den Zwölfjährigen? Als Zwölfjähriger wüsste ich gar nicht, wie ich mit meinem Handy anders umgehen könnte. Ich hätte gar nicht die Tools, ich hätte gar nicht das Bewusstsein, ich hätte gar nicht den Wunsch davon weniger zu konsumieren. Und deswegen, wie gesagt, ich glaube auch, dass...

    Die Fähigkeit sich zu konzentrieren und längere Zeit bei einer Sache zu bleiben, ist der Skill überhaupt.

    Victoria Weber (48:16.872)

    Ich

    Und das ist auch eine Folge gewesen, die ich diesem Podcast hatte. So ist das Smartphone, was davon getriggert wurde, dass ich voll viele so 8- bis 10-Jährige durch die Gegend laufen sehe hier in meiner Umgebung. Die kommen aus der Schule und dann so Handy vor dem Gesicht und laufen dann so nach Hause und überall stehen da so Gruppchen mit 5 Leuten, jeder start auf sein Handy. 12-Jährige oder 8-Jährige oder so und ich so, wow, krass. Das tut mir dann immer so voll in der Seele weh. was, also das machen die Erwachsener genauso. Also man muss ja erst mal sich selber anfangen.

    Bevor man da kritisieren kann. hab ich beschlossen, ich fang mir selber an und ich find's mega spannend, dass die Leute das so interessiert. Und das ist anscheinend dann mega... Für mich ist es jetzt einfach so Game. Aber für viele ist es, glaub ich, richtig harter, disziplinärer Aufwand zu sagen. Ich bin nicht mehr so dieser Sklave. Ich mein, jetzt sind wir bisschen krass vom YouTube-Thema weg, aber voll wichtiges Thema insgesamt. Ja, macht das weg, diese Social Media!

    Julian (49:24.718)

    Teufelszeug, dieses YouTube Zeug.

    Ich glaube, auf das Thema zurückzukommen, es gibt auch eine Art Content zu erstellen, der viel ruhiger ist, viel bewusster. Und da gibt es auch Creator, die machen schon einen Content, der entschleunigt ist, sag ich mal. Und der, wenn er bewusst konsumiert wird, sehr viel wertvoller ist als dieser superschnelllebige Dopamin-Content. Und das Problem ist, glaube ich, genau dieses Überfordertsein durch zu viel Content-Konsum.

    Ich glaube, jeden von uns würden so zwei, drei Stunden weniger am Handy total gut tun. Und mal ganz ehrlich, ich glaube, tatsächlich pro Tag, ehrlich gesagt. ich mache es so einmal pro Jahr, dass ich zehn Tage in Wald gehe und so komplett auf alle Electronics und so was verzichte. Und ich fühle mich jedes Mal so gut, wenn ich da zurückkomme. Ich bin so bewurkt, ich bin so geerdet. Das ist ja das Verrückte. Also vielleicht die erste Stunde fällt schwer und dann ist es normal zu der Welt, mit Leuten zu sprechen, Buch zu lesen und

    Victoria Weber (50:00.936)

    Pro Tag, pro Woche,

    Victoria Weber (50:15.679)

    ich dachte, kommt, dass du sagst, die ersten zwei Tage fallen dir ganz schwer.

    Julian (50:26.07)

    Die Sonne zu genießen, du vermisst es ja nicht. Weil am Anfang hast du das ganze Kopfkino gerade als Content-Creator. mein Gott, ich bin zehn Tage weg, mein YouTube-Kanal wird untergehen. Wenn der Upload schiefgeht, wenn ich einen Shitstorm bekomme und ich reagieren kann und was auch immer. Was, wenn keine Stories untergehen? Weißt was passiert? Nix passiert. Kommst zurück, alles ist genau das Gleiche. Und nur, dass du halt deutlich entspannter bist und mal wieder geerdeter bist und bewusster über alles. Und dann fällt es dir erst recht auf, dass halt alle Leute in deinem Umfeld crazy handysüchtig sind.

    Victoria Weber (50:39.592)

    und fassen an dein qualifiziertes Team.

    Julian (50:55.894)

    Und zwei Wochen später bist du selbst wieder. Also, den Wurstgespräch für mich gesprochen.

    Victoria Weber (50:58.807)

    Also ich, wie gesagt, ich hab, ich nee, ich hab, ich hab, also das ist eine der Sachen, ich von mir behaupten kann, okay, ich hab das wirklich jetzt inzwischen krass im Griff und alle finden das immer voll crazy, aber ich bin da auch wirklich, ich bin da kein cooler Mensch, mit dem man dann, also wenn ich zum Beispiel mit Leuten am Tisch sitze und die wollen die Hände raus, sag ich, alter, können wir ein handyfreies Essen machen? Hallo? Und alle so, und alle so, wow, okay, entspann dich. Und ich so, nein, man, ich entspann mich überhaupt kein bisschen. Ich bin da echt so der Antimöncher.

    Julian (51:14.396)

    Ja, das habe ich auch.

    Julian (51:20.286)

    Das stimmt. Genau an der Stelle bin ich auch der Anti-Food Influencer, das angeht, weil wenn ich in ein Restaurant essen gehe mit einem Kumpel, dann bin ich halt der Letzte, mein Handy jetzt rauspackt und mir das Essen fotografiert.

    Victoria Weber (51:33.34)

    Ich finde ja sogar, man kann ja sogar sagen, kurz erst fotografieren, Tasche, cool, alles easy, kann man ja machen. Aber es ist ja so dieses Dauer und dann hier noch und dann da noch der Nachricht und dann so... Naja, wir ranten hier gerade so bisschen. Die, haben wir, wenn das jetzt ein YouTube-Video wäre, bzw. gibt es jetzt sogar als YouTube-Arienten, dann sehen wir an wie viel, also an dieser Stelle, so ist es voll viele Leute abgesprungen. Alle. Am Ende, wir sind jetzt bei den letzten...

    Julian (51:41.504)

    Auch das ist immer erreichbar sein. Das ist ja auch das Problem, aber wir schweifen ab.

    Julian (51:56.391)

    Alle. Alle sind an ihre Handys gegangen.

    Victoria Weber (52:00.962)

    Sie haben darüber gesprochen, Smartphone, da muss ich mal gucken. Aber ich glaube, dieser Rant ist trotzdem gar nicht so schlecht, einfach das bewusst zu machen. Was du auch eben gesagt hast, eigentlich ist jeder content, egal ob jetzt Supermin, schnell und so weiter, so lange man sagt, okay, ich will jetzt bewusst das quasi haben, dann ist es ja alles cool. Aber das ist ja bei den meisten Leuten halt echt nicht so. Von daher finde ich, dass man das auch in diesem ganzen Creator-Bubble-Zeug ruhig mal ansprechen kann mit dem...

    Julian (52:25.166)

    Info.

    Victoria Weber (52:25.864)

    was das ganze Game auch mit sich bringt. Wobei man natürlich da am Ende des Tages wirklich das Problem hat, dass natürlich diese ganzen, wie nennt man das, Software-Engineers, arbeiten, also das ist ja eine Armee an Leuten, deren einziges Ziel ist, irgendwelche kleinen Knöpfe und so weiter zu machen, damit du möglichst lange da drin bist. Man hat ja als einzelner Mensch auch teilweise wenig Chance, dagegen anzukommen. Das ist Gleiche wie mit keine Ahnung, Ernährung und die Chips werden noch leckerer und noch süchtig machender und so weiter. Das ist ja quasi immer so ein bisschen das Problem.

    Julian (52:45.742)

    Nein.

    Victoria Weber (52:54.856)

    bin ich ja auch sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird und ob es da auch so Gegentrend geben wird. Ich prognostiziere den harten Gegentrend, dass es ein paar Leute gibt, wie ich wollte gerade sagen, wie mich. Ich bin jetzt noch nicht ganz in den Wald ausgewandert. In den Wald ausgewandert bin ich jetzt noch nicht. Also ich bin schon noch erreichbar, aber dass man da wirklich irgendwann sagt, alter, jetzt reicht es mir so, kein Bock mehr. Das bin ich sehr, gespannt, ob das in den Jahren mainstream-fähig wird, so ein Anti-Trend.

    Julian (53:04.007)

    Ich habe es sofort an dich gedacht.

    Victoria Weber (53:17.128)

    Naja, wir können nochmal zurück zu, ich hab noch so paar kleinere Fragen zu auch YouTube, weil ich das ja auch super spannend finde. Wir haben schon lange in diesem Podcast nicht mehr über YouTube konkret geredet. Die Entwicklungen in den letzten, sagen wir mal so ein bis zwei Jahren, waren bei so anderen Suchplattformen ziemlich krass. Also zum Beispiel Pinterest, das werden wir demnächst auch mal in diesem Podcast haben, hat sich so komplett verändert und die Algorithmen total umgestellt. Früher konnten Blogger sehr viel durch Pinterest reißen, heute ist es gefühlt sehr E-Commerce lastig. SEO ist ja eh, alle wissen diese ganzen Google

    Updates und so hauen immer alle komplett raus. Wie ist denn so deine Einschätzung die letzten ein, zwei Jahre bei YouTube? Du hast ja eben schon so ganz am Anfang ein bisschen erwähnt, dem, dass der Trend schon sehr auch in diese Short-Richtung natürlich geht, aber auch dieses lifestyle-igerer Content deiner Bubble. Vielleicht gibt es auch mal andere Sachen, die du beobachtet hast.

    Julian (54:03.786)

    Ja, also ich kann da natürlich nur für meine Bubble reden und ich glaube, das ist gerade auf YouTube auch sehr unterschiedlich von Bubble zu Bubble, weil es gibt sehr viele sehr lang formatige Sachen. wenn man jetzt als Beispiel mal Seven versus Wild oder sowas nimmt, wo man sagt, krass, die haben einfach stundenlang einen Content, der richtig gut geschaut wird. Gleichzeitig merke ich aber, dass der Trend halt auch da total in Richtung Kurzvideo geht. Das zumindest in meiner Bubble, was Rezepte angeht.

    Und ich merke das an den Analytics natürlich auch, dass meine Zuschauer tendenziell immer älter werden und die Leute, eben noch sich 10 Minuten angucken, wie man eine Lasagne zubereitet, das sind Leute, die tendenziell 45 plus sind, die eben noch, sag ich mal, die alte Generation sind, die diese Aufmerksamkeit noch haben. Weil auch das sieht man natürlich in den Analytics und es ist ganz spannend, dann mal ein Video sich anzugucken, was auf die Demographie runtergebrochen ist, also wo du eben die verschiedenen Altersspannen siehst.

    Du merkst, dass jemand, 65 plus ist, schaut das Video irgendwie 3 Minuten 50, während jemand, der irgendwie Mitte 20 ist, schaut das Ganze 2 Minuten 10 oder so was. Also da ist es eine riesen Gap auch und du merkst richtig, je älter die Zuschauer werden, desto länger schauen die im Durchschnitt. Und ich glaube, meine Zielgruppe wurde eben älter, weil mein Content tendenziell eher langsam ist und lang. Das hört sich jetzt voll schlecht an, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine. Und deswegen muss man gefühlt

    Victoria Weber (55:12.552)

    Hm.

    Julian (55:26.548)

    Shortform-Content schon noch mit hinzubringen, weil die Art wie Kanäle gefunden werden oder der Content, wirklich ausgespielt wird an neue Zuschauer, der ist in letzter Zeit ganz klar Shortform-Content gewesen. Und Langform wird zumindest meiner Erfahrung nach nicht mehr andre Weise so stark an neue Zuschauer ausgespielt, wie es früher mal der Fall war. Und deswegen habe ich bei meinem Wachstum zum Beispiel auch in den letzten zwei, drei Jahren echt einen ziemlichen Dip gemacht, weil ich einfach nicht in Richtung Short gegangen bin oder zumindest nicht so stark, wie es gut gewesen wäre.

    Aber an sich ist YouTube als Plattform glaube ich nachform mega relevant und mega spannend und ich würde jedem auch sagen wenn du eine Idee hast fang damit an. Weil viele Leute sagen so ich habe die Idee aber setzen die dann nicht richtig weil sie denken es zu spät oder die Konkurrenz groß. Einfach starten, Spaß dran haben und da ist noch so viel Raum und Platz.

    Victoria Weber (56:17.224)

    Voll gut. Ist es denn so, du eben erwähnt, mit dem Entdeckungscharakter, es so, du, es gibt ja immer so diese verschiedenen Auffindbarkeiten bei YouTube, zum Beispiel, ob man quasi übersucht, gefunden wird oder so, dass man vorgeschlagen wird. da das Verhältnis, ich meine, du hast ja natürlich so Sachen wie dieses Mango-Video. Mango schneiden ist ja wahrscheinlich sehr, such-heavy.

    Julian (56:33.614)

    Mmh.

    Das ist komplett extern sogar. Über die Google-Suche kommt da der meiste Traffic, weil es einfach ranked für so einen ganz klarschen Suchbegriff und das Video dann wiederum bei Google sehr hoch gerankt ist.

    Victoria Weber (56:39.56)

    Mhm. Mhm.

    Victoria Weber (56:45.448)

    Aber wie ist es mit dem Gesamtkanal? Also hast du einen großen Teil Suche oder ist das schon sehr viel so auch Discovery?

    Julian (56:51.808)

    Früher war es extrem viel Suche, wollte ich auch, bis ich verstanden habe, dass Leute, über die Suche kommen, gar nicht mal so die perfekten Zuschauer sind, weil Leute, die suchen, in der Regel ein Problem haben, was sie gelöst haben wollen, und wenn das Problem gelöst ist, dann sind sie wieder weg. Das heißt, es werden dann keine treuen Zuschauer, keine treuen Abonnenten. Deswegen sind so Traffic-Quellen wie Browse, nennt man das im Englischen, was eben gerade über die Home-Seite ist, was im Endeffekt die Empfehlung von YouTube ist, sind da viel, viel besser in der Konvertenz.

    zu eben richtigen Fans, weil YouTube aufgrund des Zuschauerverhaltens so gut einschätzen kann, wer dein passender Zuschauer ist. Und diesen Content für Browse, den optimiert man komplett anders. Dass man eben keine SEO-Titel nimmt, wie zum Beispiel, wenn wir jetzt mal Erbsensuppe als Beispiel nehmen, einfaches Erbsensuppe-Rezept für zu Hause, wäre ein klassischer SEO-Begriff. Was aber dann wiederum kein sehr klickstarker Begriff ist.

    weil du nämlich genau weißt, was du bekommst und entweder es gerade brauchst oder nicht brauchst. bei dem Beispiel zu bleiben, entweder du möchtest jetzt gerade Erbsensuppe kochen oder nicht. Und dieser Content, der ist ganz schwierig für YouTube zu empfehlen, weil Leute in der Regel nicht, also YouTube kann nicht abschätzen, ob du gerade Appetit auf Erbsenbrüste hast oder eher einen Chili möchtest. Deswegen wird dieser Content nicht mehr so stark empfohlen, wenn er so geframed ist, weil einfach, ja...

    Victoria Weber (58:05.032)

    Die meisten sitzen nicht da und genau.

    Julian (58:14.388)

    die Klickrate, die dann prognostiziert wird von YouTube, nie stark genug ist im Vergleich zu anderen Content. Das was machst du? Du framest den Content komplett anders. Du sagst dann zum Beispiel, es kann immer noch die Erbsensuppe im Video sein, aber du framest das Video anders, zum Beispiel in Richtung von drei Studentenrezepte ohne Abwasch. Du weißt,

    Victoria Weber (58:35.272)

    Oder die reißerische Variante, ich habe 80 Erbsen zerquetscht und das ist rausgekommen.

    Julian (58:40.392)

    Genau, da du halt wieder beim Thema interessieren dich absolut nicht, aber zum Beispiel wenn so Rezepte ohne Abwasch oder genauso Sachen wie schnelle Rezepte. Es gibt wenig Menschen, jetzt sagen, nee du ich brauch wirklich keinerlei Rezepte, die wenig Abwasch machen. Sondern du bist direkt in einer größeren Schublade, sag ich mal, oder einer größeren Bubble, wo dann die Klickbarkeit halt viel stärker ist bei dem Video. Und das ist dann aber wieder zum Beispiel genau gar kein SEO-Begriff, das heißt

    Victoria Weber (58:43.88)

    Mh.

    Julian (59:05.214)

    Das Ziel von dem Video ist gar nicht mal in der Suche zu ranken, sondern da ist das Ziel komplett, dass YouTube die Ausspielung übernimmt an Leute, die gerne kochen und die gerne schnelle Rezepte haben. Und YouTube mit all ihren Daten kann das perfekt ausspielen. Die wissen genau, dass du Student bist, dich für Kochthemen interessierst, wenig Zeit hast, weil du halt in deinem Schauverhalten auf YouTube genau diese Signale gegeben hast. Und dann kommen halt diese Messerscharfen. Deswegen ist ja genau der Homefeed so on point, weil die alles benutzen für die richtige Empfehlung.

    Und das ist eigentlich das Ziel als Creator, zumindest aus meiner Sicht, darauf hin zu optimieren und ein bisschen wegzugehen von der Suche und von dem SEO-Approach.

    Victoria Weber (59:43.922)

    Und man kann ja immer ab und zu, wenn man mal gutes SEO-Ding findet, immer zwischenstreuen. ist ja auch, also, wenn man dann quasi damit rechnet, dass man sagt, okay, es ist jetzt keine gute CTR quasi, also keine gute Klickrate, sondern das hat dann halt einfach, das ist halt mal so bisschen SEO-Content dazwischen. Das sehe ich auch tatsächlich, das... Ja, und das ist die Hauptstrategie.

    Julian (59:47.182)

    Genau, so mache ich es nach der Regel.

    Julian (59:58.798)

    Performen kann an sich beides. Die Frage ist dann immer nur, was möchte man auch mit dem Content erreichen? Und was ist das Ziel von dem Video? Ist das Ziel, genau bei extern zu ranken und als erster Kontaktpunkt auch die Leute von Google zu holen, dann kann man natürlich auch die Call-to-Actions total verändern. Und wenn ich im Voraus weiß, ich mache jetzt gerade ein Video, was eher bei Google rankt, dann verändert sich ein Call-to-Action im Video auch zum Beispiel dahin, dass ich sage, hey, siehst du meinen Content zum ersten Mal? So dann kommt Value-Statement, hier lernst du dies, das.

    Abonnier gerne, dass man viel stärker darauf aus ist, die Leute zu halten, während Content, dann eher für meine Audienz zum Beispiel ist, zum Beispiel einen Call to Action auf ein Produkt hat. Wo ich sage, die haben sicherlich schon ein paar Videos von mir geschaut, der Trust ist schon da, also kommt jetzt der Call to Action auf eine richtig gute Pfanne, bei der das Spiel halt nicht mehr anbrennt.

    Victoria Weber (01:00:38.66)

    Die kennen mich schon und die sind schon bereit.

    Victoria Weber (01:00:46.44)

    Voll gut. Wahrscheinlich könnten wir noch so 3 bis 20.000 Stunden darüber reden hier über diese ganzen YouTube Sachen, aber ich fand es ein mega... Nee, wir haben noch gar nicht angefangen. Nee, aber ich fand es einen mega, mega coolen Einblick und auch deine Aussage eben, dass du gesagt hast, okay, wenn man ein cooles Thema hat, dann los. Also ich finde es auch crazy bei YouTube, obwohl ich persönlich mit dem einen Account, ich habe mehrere, die ich demnächst auch ein bisschen angehen werde, aber dieser einen Account, wo ich jetzt schon, also das ist ein sehr nischiger Kanal und so, aber auch mit diesem, was ich da gucken kann und was da auch schon für Kunden...

    Julian (01:00:51.534)

    Wir noch gar nicht angefangen.

    Victoria Weber (01:01:14.076)

    Speaker und was für Anfragen rauskommen, das so crazy, YouTube. Also muss ich auch, auf jeden Fall habe ich vor dieses Jahr mehr anzugehen, deswegen sehr, cooler Einblick und jedem, egal was.

    Julian (01:01:21.702)

    kann ich total empfehlen. YouTube kann ich auch jedem empfehlen, der Aufmerksamkeit möchte. Also es ist tatsächlich wie ich finde immer noch die beste Social Media Plattform einfach, weil die Leute auch länger schauen. Also ein Durchschnitt. Total, es ist alles.

    Victoria Weber (01:01:33.86)

    Und weil es auch gleichzeitig eine Suchplattform ist, das ist natürlich super cool. Das ist so ein Hybrid von allem.

    Julian (01:01:38.1)

    Genau, es ist ein Hybrid von allem und ich finde, nach wie vor Video-Content ist halt so wahnsinnig nahbar, weil du wirst halt nahbar für den Zuschauer. Und das ist in jedem Kontext, ob du jetzt B2B machst oder B2C oder ein Produkt vorstellen möchtest. In allen Aspekten ist es schön, wenn du als Mensch eigentlich da durchkommst und Vertrauen gewinnst vom Zuschauer. Und wenn du das dann noch optimierst auf genau die richtige Zielgruppe, kann ein Wunder wirken.

    Victoria Weber (01:01:58.99)

    Du solltest YouTube-Werbegesicht werden, oder bist du das schon? Das war der Pitch, das war der Pitch.

    Julian (01:02:03.252)

    bin ich noch nicht, aber ich habe lange beraten. Hier und da berate ich dann auch mal Unternehmen. Das ist tatsächlich etwas, was man vielleicht auch raus hört. Ich bin voll der Zahlen, Daten.

    Victoria Weber (01:02:11.296)

    Ja, es klingt auf jeden Fall so, als hättest du das alles schon mal sehr strategisch oder würdest du es dir dauerhaft sehr strategisch überlegen können. Voll gut. Hast du denn zum Abschluss vielleicht ein paar Sachen, die du in Zukunft mal so vorhast oder testen willst. Muss jetzt nicht unbedingt YouTube sein, aber vielleicht auch entweder Produkte, die du neu testen willst oder andere Sachen. Ja genau, was möchtest du denn in Zukunft mit Ananas und Mango? Ich meine eher so in Richtung Business. Gibt es vielleicht Sachen, die du demnächst mal so auf deiner

    Julian (01:02:18.606)

    Ich bin voll das Schattige.

    Julian (01:02:29.656)

    Ich dachte, das sind Rezepte.

    ...

    Victoria Weber (01:02:39.55)

    Langen To Do Liste hast du der nächste Sachen, die du entweder testen oder ausbauen möchtest.

    Julian (01:02:42.946)

    Das gibt es unendlich viele. Ich bin auch so ein Mensch, ich überlade mich komplett mit Arbeit. Für mich ist der Vogelkopf mehr. To-do-List ist auch immer jeden Tag nur zu 30 Prozent gemacht, weil ich mir die dermaßen vollhau. Aber eine Sache, die ich ganz spannend finde, eigentlich so WhatsApp-Marketing noch, weil ich auch selber merke, dass ich darauf anspringe. Oft weiß ich dann gar nicht, wo habe ich die Nummer angekommt, wie kommen die an meine Nummer. Aber wenn ich dann per WhatsApp eigentlich eine Newsletter oder eine Aktion oder so was bekomme,

    Victoria Weber (01:02:49.039)

    Kenn ich gar nicht.

    Julian (01:03:10.95)

    lese ich das halt mit meiner hundertprozentigen Aufmerksamkeit und irgendwie hat es so einen persönlichen Touch. Und das finde ich spannend, weil es macht was anderes mit mir, als wenn ich die gleiche Nachricht im E-Mail-Fach hatte. ja, damit kann man bestimmt rumspielen. Das Thema E-Books und Freebies und so was, da gehen wir jetzt stärker rein, gerade zum Thema Meal Prep, weil wir versuchen wollen auch dem Zuschauer möglichst viel abzunehmen. Das heißt, wenn jemand sagt, ich habe gar keine Zeit zum Kochen, versuchen wir so viele Dinge wie möglich abzunehmen. Das heißt, ich...

    gibt dann ganz klare Checklisten, was brauchst du an Behältern, welche Zutaten sollst am Montag einkaufen, welche drei Rezepte kannst du dann mealpreppen für den Rest der Woche. Wir versuchen eigentlich immer stärker, in so Dateiformate zu gehen, die dann gut konsumierbar sind. Checklisten auf dem Handy und so eine Geschichten. Aber ja, KI will ich jetzt gar nicht anfangen. Ich glaube, da verpasse ich selbst gerade die meisten Sachen. Das ist unendlich.

    Victoria Weber (01:03:59.813)

    Voll spannend.

    Victoria Weber (01:04:06.21)

    Das ist voll interessant, weil ich red mit voll vielen Leuten, sagen so, boah, KI, ich müsste, aber ich hab eigentlich gar keine Zeit, das so krass für mich aufzubreiten. Ich bin da auch selber gefühlt hinterher in dem Sinne, was man alles machen könnte. Aber naja, das ging halt auch ganz schön schnell mit der KI. Die war ja gefühlt einfach da und dann alles, what? KI.

    Julian (01:04:10.798)

    Ja.

    Julian (01:04:18.062)

    Ich denke, denke auch alle zwei Wochen noch mal ein neues Tool, was eigentlich voll sinnvoll für mich wäre. ich hatte ganz lang in meinem Kalender für alle 14 Tage einen Eintrag mit KI beschäftigen, eine Stunde geblockt. Ich habe es nie geschafft und jetzt habe ich ihn irgendwann mal gelöscht. Ich wollte halt nur so bisschen rein, dass ich zumindest checke, was muss ich eigentlich in ChachiPD eingeben, mir bessere Routate, auch selbst das nicht geschafft.

    Victoria Weber (01:04:34.67)

    Eine Stunde reicht halt auch, glaube ich, echt nicht, wenn man da echt mal so einsteigt.

    Victoria Weber (01:04:41.832)

    Mhm. Ja, also ich hab gerade erst gestern oder vorgestern war ich komplett wild überrascht von auch Chai LGBT, wo ich einfach mal gedacht hab, okay, komm, was, was ich jetzt einfach so gemacht hätte, ich mach das jetzt mal, weil ich bin jetzt cool, ich mach das mit KI und ich hab viele Sachen, die ich sowieso schon quasi strukturiert, aber da hab ich einfach mal so kurz, ich so, hau jetzt einfach mal was raus und es war wild, ich hätte da locker zwei Stunden für gebraucht, das ging so eine Mischung aus Texten und Analyse und alles Mögliche und ich so, wie blöd bin ich eigentlich, dass ich das nicht mal wirklich strukturiert für alle Bereiche, wo ich's machen sollte, anwende.

    Julian (01:05:04.686)

    Hmm.

    Victoria Weber (01:05:12.132)

    und dann aber gleiches Thema. Man hat halt irgendwie 20 Baustellen, wie du auch gesagt hast, und wo fängt man an? am Ende des Tages ist ja immer die Zeit das Problem und nicht die Ideen.

    Julian (01:05:15.662)

    Hmm.

    Julian (01:05:21.654)

    Jetzt wo du sagst, ich das Interview mal mit Checip T vorbereitet. Alles gestattet.

    Victoria Weber (01:05:25.416)

    Also der Witz ist, ich hatte vorher schon einen Interview für diesen Podcast und da haben wir darüber geredet, demnächst, ich warte nur auf den Tag, an dem jemand seinen Avatar hier in diesen Podcastraum schickt und einfach dann seinen Avatar reden lässt und die Fragen beantworten lässt. Vielleicht bist du ja gar nicht, ich weiß nicht. Aber wenn das so ist, gut programmiert, würde ich sagen.

    Julian (01:05:33.934)

    Hm.

    Julian (01:05:38.088)

    Oder ist das hier mein Avatar? Vielleicht bin ich ein Avatar. Vielleicht bin ich besser ein K.A.R.I.A. du denkst.

    Ja, es wird wirklich freaky mittlerweile und macht mir auch so bisschen Angst. Ich habe vor allem das Gefühl, dass ich jetzt mittlerweile zu alt bin, diesem Zeitgeist komplett mitzugehen. Ich finde es auch super spannend.

    Victoria Weber (01:05:59.304)

    Aber 60 bist du ja, 60, 70 bist du jetzt doch nicht. du fühlst es nicht. Ja, ist doch gut, die neue Generation muss auch was haben, was besser ist als früher.

    Julian (01:06:02.131)

    Nee, aber irgendwie... Es kommt einfach so locker irgendwie.

    Julian (01:06:09.492)

    Genau, deswegen junge Werkstudenten.

    Victoria Weber (01:06:12.148)

    Genau, immer den Nachwuchs schon direkt mitziehen. Voll gut. Boah, vielen, vielen Dank. Das war jetzt voll gepackt hier. Wir haben auch diverse Exkursen noch in Rant, Smartphone-Richtungen und weiter. Ich fand's auf jeden Fall mega, mega cooles Gespräch. Und ich würde sagen, natürlich hier in guter Podcast-Manier, setzen alles in die Show Notes. Das heißt, wenn ihr euch den coolen Kochlöffel kaufen wollt oder ein Kochbuch oder den YouTube-Kanal angucken wollt oder alles, werden wir einfach eine riesenlange Liste in die Show Notes setzen.

    Und da wird man dich dann wahrscheinlich finden und natürlich das Mango-richtig-schneide-Video auch sofort angucken. Ich werde das tatsächlich jetzt... Ich werde das tatsächlich machen. Ich weiß nicht, wie man das schneidet. Ich werde jetzt gleich die Erleuchtung, die 1,3 Millionen Leute auch schon hatten, werde ich erfahren.

    Julian (01:06:42.708)

    Auf jeden Fall. Also wenn sich jetzt jemand nach wie vor fragt, wie man eine Mango schneidet, ihr wisst, wo es die Lösung gibt. Ja, wirklich? Ich weiß noch, bei dem Video, die ersten drei Kommentare waren, hä, wieso machst du so ein Video? Was ist das denn für ein Mist? Und jetzt, sechs Jahre später, ha, 1,3 Millionen Views in your face. Nee, aber auch ich, also... Ja.

    Victoria Weber (01:06:59.864)

    Guck, guck, guck, guck, für... Ja, und vor allem so Leute wie ich. Keine Ahnung, wie man mal geschnitten Ich weiß, wie das aussehen muss, aber nicht, wie ich da jetzt konkret da wo reinschneiden muss.

    Julian (01:07:09.396)

    Ja, und das gibt es bei viel Obst und Gemüse. meine, woher soll es ein 19-Jähriger auch wissen?

    Victoria Weber (01:07:13.96)

    Woher soll es jemand wie ich wissen, der schon etwas älter ist als sonst? Dankeschön. Mit diesem Kompliment beenden wir das Gespräch. Jetzt hab ich ein gutes Gefühl. Nee, Quatsch. Vielen Dank noch mal. Und gesagt, Leute, checkt das alles mal ab. sieht sehr cool aus. Aber ihr solltet vorher was gegessen haben, sonst kriegt ihr sofort das Bedürfnis, den gebratenen Reis zu braten. Genau. Ciao, ciao. Danke.

    Julian (01:07:16.814)

    Ich dachte, bis 19.

    Yes.

    Julian (01:07:31.892)

    In dem Sinne gehen wir jetzt was essen. Alles klar, danke für die Einladung.

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